Archivierter Artikel vom 12.11.2020, 14:25 Uhr
Koblenz

Ehrung der erfolgreichen Absolventen Berufsbidlungsbereich Rhein-Mosel-Werkstatt

Dies war die erste Veranstaltung zur Ehrung der diesjährigen Berufsbidlungsbereichs-Absolventen in den fünf Standorten der RMW.

Joshua Schäfer (Mitte) wird Begleiterin im Berufsbildungsbereich Ira Hildebrand (links) und Begleiter Michael Wall (rechts) auch in Zukunft häufiger in der Werkstatt begegnen.

Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen

Michael Wall (links) überreichte seinen Zöglingen im Berufsbildungsbereich die Zertifikate, hier an Florian Bucher.

Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen

Hier ist es Absolvent Leo Höning, der stolz sein Zertifikat präsentiert.

Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen

Christina Herbst-Wirtz moderierte die „Corona-gemäße“ Feierstunde und präsentierte den Absolventen die Geschenke zum Zertifikat.

Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen

Mit den gefühlvollen Worten „Diese Veranstaltung ist eine Wertschätzung für die Leistung, die ihr erbracht habt – nicht nur am Arbeitsplatz, sondern vor allem in der Weiterentwicklung eurer Persönlichkeit“, eröffnete die Moderatorin Christina Herbst-Wirtz, die feierliche Zeremonie zur Zertifikatsübergabe in der Turnhalle der Rhein-Mosel-Werkstatt in Koblenz.

Mit Spannung hatten die Absolventen dieses Ereignis erwartet. Denn die Zertifikatsübergabe ist der Abschluss ihrer 27 monatigen Ausbildung im Berufsbildungsbereich. Während der letzten gut zwei Jahre haben die jungen Menschen mit Handicap wichtige Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen für das weitere Arbeitsleben – innerhalb und außerhalb der Werkstatt – erlangt. Jetzt ist der Weg in die Arbeitswelt geebnet, in der die Auszubildenden ihre Arbeiten fachgerecht und vor allem selbständig bewältigen können. „Sie sind jetzt nicht mehr Teilnehmer im Berufsbildungsbereich, sondern Mitarbeiter in unserer Einrichtung“, bekräftigte auch Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Rhein-Mosel-Werkstatt, den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.

Die Bedeutung dieser Lossprechung unterstrich auch Michael Wall: „Berufliche Bildung sollte zielgerichtet und passgenau auf die geeignete Berufstätigkeit ausgerichtet sein, indem sie der Person das dafür nötige Know-how und die erforderlichen Kompetenzen zur Verfügung stellt. Ich glaube, dass ist hier die letzten 27 Monate gut gelungen.“

Dem Berufsbildungsbegleiter war es eine große Ehre, den sechs jungen Menschen die verdienten Zertifikate überreichen zu dürfen. Mit sehr persönlichen Reden stellte er jeden einzelnen vor und lobte die individuellen Entwicklungen und Leistungen. Die erfolgreichen Absolventen werden nun in ihren Wunschbereich in der Werkstatt wechseln. Ihren Vorlieben und Fähigkeiten entsprechend arbeiten sie zukünftig beispielsweise in den Arbeitsbereichen Bürodienstleistung, Metallverarbeitung, Werbetechnik, Montage und Verpackung, Holzverarbeitung oder im Garten- und Landschaftsbau. Einige werden zukünftig auch auf ausgelagerten Arbeitsplätzen tätig sein.

„Das Zertifikat erhöht die Chancen behinderter Menschen auf einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Es wird für potenzielle Arbeitgeber ersichtlich, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten die Absolventen erworben haben. Mit dieser Anerkennung wird zugleich das Selbstvertrauen der Menschen in die eigene Kompetenz gestärkt. Sie schafft Anreiz und Motivation, auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt selbstbewusst Beschäftigungsperspektiven zu suchen.“ Mit diesen Worten fasste Christina Herbst-Wirtz in ihrer Funktion als Leiterin des Berufsbildungsbereichs für den Sozialraum Koblenz die Bedeutung dieses gelungen Schritts für das Sextett zusammen. Nicht zuletzt sind die Leistungen dieser jungen Leute ein Qualitätsnachweis für die Arbeit und Produkte der Rhein-Mosel-Werkstatt.