Archivierter Artikel vom 30.07.2019, 08:39 Uhr
Dieblich

Dieblicher Pfadfinder besuchten das Festival für Kunst, Kultur und Musik „Schall & Rauch“

Zeltlager und mehrwöchige Wanderungen im In- und Ausland unternehmen die Pfadfinder des Dieblicher Stammes Treverer mehrmals im Jahr.

Das Foto zeigt den Sänger der Dieblicher Pfadfinder Jens Kauen.
Das Foto zeigt den Sänger der Dieblicher Pfadfinder Jens Kauen.
Foto: Dieblicher Pfadfinder

Auch große Veranstaltungen mit mehreren tausend Teilnehmenden sind auf Grund des bundesweiten Engagements des Stammes längst keine Seltenheit mehr. Doch kürzlich gab es in vielerlei Hinsicht eine Premiere: Ein Musikfestival nur für Pfadfinder, organisiert von den beiden Dachverbänden DPV (Deutscher Pfadfinderverband) und BdP (Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder). Drei Tage voller Musik, Tanz und kultureller Angebote.

Zugegeben, etwas ungewohnt war es für die Jugendlichen schon, ihre Musik ausnahmsweise mal nicht selber machen zu müssen. Sind sie doch sonst meist selbst mit Gitarre, Geige, Akkordeon und natürlich vielen sangesfreudigen Stimmen unterwegs. So waren manche zu Beginn auch noch skeptisch. Ein bündisches Festival, mit elektronischer Musik, Cafés, Marktstände, Tanzflächen? Doch die Neugier überwog, und das Line-up konnte sich sehen lassen: Neben eher in der Pfadiszene bekannten Gruppen und Künstlern wie Lüül, Polkageist und Schlagsaite kamen auch Szenegrößen wie [dunkelbunt], das Berlin Boom Orchestra und die Rocklegenden von Element of Crime.

Und natürlich, samstagabends und zur besten Sendezeit, Jens Kauen, der Wahre und Einzige, ehemals Stammführer der Treverer, heute brandheißer Liedermacher. Während die Sonne die Luft zum flimmern und die Bands die Menge zum Tanzen brachten, kam auch das kulturelle Rahmenprogramm nicht zu kurz. In zahlreichen Workshops konnten die Teilnehmenden selbst Texte schmieden, sich an akrobatischen Kunststücken versuchen und den Umgang mit Loop Stations und anderen Instrumenten erlernen. Oder einfach ganz entspannt bei einer Tasse Kaffee im Schatten sitzen und sich mit alten und neuen Freunden austauschen.

Die Festivalatmosphäre gab ausreichend Raum zum Selber machen und selbst gestalten. Jeder brachte sich ein, und durch das Engagement der vielen Helfenden wurde eine einzigartige Atmosphäre geschaffen, wie es sie so sicher nirgendwo sonst geben könnte. Nicht nur, dass auf den Wiesen und Zeltplätzen kein Müll herumlag und sich alle Anwesenden respektvoll und tolerant begegneten.

Viele der Musiker waren auch erstaunt, statt filmender Smartphones tatsächlich mal wieder die glücklichen Gesichter der Zuschauer sehen zu können. Nach drei durchtanzten Tagen bleibt das Fazit: Ungewohnt? Ja. Aber lohnenswert. Und hoffentlich nicht das letzte Mal.

Wer mehr über die Aktivitäten und Fahrten der Dieblicher Pfadfinder wissen möchte, kann sich im Internet unter www.stamm-treverer.de informieren oder schreibt eine E-Mail an vorstand@stamm-treverer.de.