Archivierter Artikel vom 19.11.2018, 13:11 Uhr
Bendorf-Stromberg

Die Stromberger Karnevalsorden sind alle Unikate

Die GSK Stromberg 1995 lud zum erstmals zum Ordensempfang. Erich Ludwig wurde für sein Werk geehrt.

Foto: Peter Siebenmorgen

Karnevalsorden stellten einst eine Persiflage auf die staatlichen und militärischen Orden der Preußen dar. Heute ist es für die „Narren“ eine Ehre, mit einem Karnevalsorden ausgezeichnet zu werden. Umso mehr, wenn es sich dabei um echte Handarbeit handelt. Die GSK Stromberg hat sich diese Besonderheit im Reigen der Stadtteile erhalten. Dort gibt es wunderbare Unikate: Die Karnevalsorden sind aus Keramik gefertigt und allesamt handbemalt. Erich Ludwig zeichnet für diese Meisterleitung verantwortlich.

Die amtierende Prinzessin Tine I. rief bei Ihrer Begrüßung aus: “In diesem Jahr muss es dem Künstler besonders viel Freude gemacht haben, zu malen.“ Denn der Keramikorden zeigt gemäß dem Stromberger Motto 2018/19 „Samba Brasil“ zwei braun gebrannte Schönheiten mit viel Haut. Erich Ludwig erhielt die Auszeichnung, die er seit Jahren als höchste Auszeichnung für überdurchschnittlich aktive Karnevalisten in Stromberg selbst fertigt: „Die Gäs‘ off dem Brett“. Gern hat er sie auch in diesem Jahr gefertigt, aber natürlich nicht gewusst, dass ihm diese Auszeichnung als besondere Ehre dann selbst zu Teil werden würde.In den Reigen der wohlverdienten Geehrten konnte er sich nun einreihen.

Die Mitglieder des Elferrates erhielten allesamt neue Halsorden. Der wie immer prunkvolle Kampagnenorden 2018/19 wurde erstmals im Rahmen eines Ordensempfangs vom Vorsitzenden Gerhard Specht, dem Zweiten Vorsitzenden Jörg Freisberg und dem Elferratspräsident Klaus Dohm verliehen: An Menschen aus dem karnevalistischen Leben Strombergs, an Gönner und Unterstützer, an Aktive, Freunde, Kooperationen und Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Bei frisch gezapftem Pils – „bei uns ist alles anders, hier wird sogar das Bier von unten gezapft“ – und lecker vorbereiteten Schnittchen war es ein Treffpunkt der Narretei voller Fröhlichkeit, Zusammenhalt und guter Laune.

Das amtierende Prinzenpaar mit Prinz Gregor und Prinzessin Tine erinnerten sich gerne an seine „unvergessliche“ Regentschaft mit allen Kooperationen. „Wir hatten aber auch in unserem kleinen Team eine wunderbare Zeit, es gab nur Zusammenhalt, kein böses Wort – es war zauberhaft“, erinnert sich Tine mit einem Tränchen der Freude. Eine Zeit, die unvergessen bleibt und die man wohl immer im Herzen trägt.