Archivierter Artikel vom 20.02.2019, 13:10 Uhr
Koblenz

Die Not traumatisierter Kinder lindern

Einen Scheck in Höhe von 5000 Euro überreichte Herr Wehner von der Sparkasse Koblenz dem Kinderschutzdienst Koblenz.

Das Bild zeigt (von links:) Uwe Diederischs-Seidel (Erster Vorsitzender KSB), Anja Waffenschmidt (Kinderschutzdienst), Herr Wehner (Filialleiter Sparkasse Koblenz), Gitta Litz (Kinderschutzdienst) und Thomas Helle (Kinderschutzdienst).
Das Bild zeigt (von links:) Uwe Diederischs-Seidel (Erster Vorsitzender KSB), Anja Waffenschmidt (Kinderschutzdienst), Herr Wehner (Filialleiter Sparkasse Koblenz), Gitta Litz (Kinderschutzdienst) und Thomas Helle (Kinderschutzdienst).
Foto: Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Koblenz

In mehr 160 Fällen wurde der Kinderschutzdienst Koblenz im Jahr 2018 aufgesucht. Die Ratsuchenden sind Kinder und Jugendliche aus Koblenz und dem Kreis Mayen-Koblenz. Auch ihre Eltern und Bezugspersonen finden dort Unterstützung, ebenso wie Kitas und Schulen. Der Kinderschutzdienst Koblenz ist einer von 17 Fachdiensten in Rheinland-Pfalz. Er bietet Hilfe für Kinder und Jugendliche in Fällen von sexueller, körperlicher oder seelischer Gewalt. Inhalt und Intention ihrer Arbeit ist der Schutz der Kinder vor weiteren Gewalterfahrungen sowie die Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse. In vielen Fällen arbeiten die Mitarbeiter des Kinderschutzdienstes langfristig, auch über mehrere Jahre mit den Kindern und Jugendlichen.

Für die intensive Begleitung der betroffenen Kinder und Jugendlichen ist der Kinderschutzdienst auf Spenden angewiesen, denn die Fördergelder decken nicht alle Kosten. Da die Kinder und Jugendlichen in ihrer gesamten Persönlichkeit wahrgenommen und nicht auf ihre Traumaerlebnisse reduziert werden, ist das Erleben von positiven Erfahrungen ein wichtiger Baustein in der Arbeit mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen und trägt entschieden zu deren Genesung bei. Von den Spendengeldern können weitere unterstützende Maßnahmen finanziert werden, zum Beispiel Reittherapien, Freizeitaktivitäten, Ferienfreizeiten oder die Mitgliedschaft in Sportvereinen.

Viele Kinder und Jugendliche, die den Kinderschutzdienst aufsuchen sind von Kinderarmut betroffen. Es bedeutet eine große Entlastung, wenn der Kinderschutzdienst mit Einzelfallhilfen die Familien unterstützen kann: ein Schreibtisch, ein Kleiderschrank, Kleidung für den Winter, ein Schulranzen oder neue Fußballschuhe sind nur einige Beispiele.

Dank zusätzlicher Spenden wie dieser, erfahren die Kinder in Koblenz und im Kreis individuelle Unterstützung auf ihrem Weg.