Koblenz

Chemikerin der Universität Koblenz mit Günter Landbeck Excellence Award ausgezeichnet

Juniorprofessorin Dr. Marie-T. Hopp erhält Auszeichnung für herausragende Forschung im Bereich der Hämostaseologie.

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Für ihre exzellente Forschung wurde Jun.-Prof. Dr. Marie-T. Hopp prämiert.
Foto: Lorena Kröner/Jun.-Prof. Dr. Marie-T. Hopp

Jun.-Prof. Dr. Marie-T. Hopp, Juniorprofessorin für Organische Chemie – Bioorganische Chemie am Institut für Integrierte Naturwissenschaften der Universität Koblenz, erhielt den renommierten Günter Landbeck Excellence Award in der Kategorie „Experimentelle Arbeiten“. Diese Auszeichnung ist ihr im Rahmen des Hamburger Hämophilie Symposions für herausragende Forschung im Bereich der Hämostaseologie verliehen worden. Der Excellence Award würdigt damit Hopps Forschungstätigkeit im Bereich von Gerinnungsstörungen bei bestimmten Bluterkrankungen, die sie durch die Charakterisierung der Interaktion des Blutbestandteils Häm mit Gerinnungsproteinen mittels bioorganischer, biochemischer und bioanalytischer Techniken beleuchtet hat. In aktuellen Studien wird dies auch auf ein weiteres Protein, den Gerinnungsfaktor VIII, ausgeweitet, mit dem auch Hämophilie-A-Patienten aufgrund eines Defizits substituiert werden.

Das mit dem Award verbundene Preisgeld soll zukünftige Untersuchungen des funktionellen Effekts des Häm-Moleküls auf dieses Protein unterstützen, um so auch Folgen der FVIII-Injektion bei Hämophilie-A-Patienten auf molekularem Level charakterisieren und Behandlungen dieser Patienten entsprechend optimieren zu können.

Der jährliche Günter Landbeck Excellence Award ist nach einem der Pioniere in der deutschen Hämophilie-Forschung, Prof. Dr. Günter Landbeck (1925 bis 1992), benannt und mit 25 000 Euro Projektmitteln dotiert. Mit der Auszeichnung werden exzellente Forschung und neue Perspektiven für das Verständnis und die Behandlung von Gerinnungsstörungen, insbesondere der Hämophilie, gewürdigt. Er wird außer in der Kategorie „Experimentelle Arbeiten“ auch für „Klinische Studien“ verliehen und ging parallel in diesem Jahr an Prof. Dr. Cihan Ay, Professor für Hämatologie an der Universität Wien.

Pressemitteilung: Universität Koblenz