Archivierter Artikel vom 25.03.2019, 15:21 Uhr
Koblenz

Bürgermeisterin besuchte Kolpinghaus Koblenz

Saber, 19 Jahre, kommt aus Afghanistan und erläuterte in einer Gesprächsrunde mit der Bürgermeisterin, Frau Mohrs, dass er eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker absolviert.

Foto: Kolpinghaus Koblenz

Auch Christina und Dominik, beide 19 Jahre, sind vor einigen Jahren aus dem Westerwald nach Koblenz gezogen um eine Ausbildung zu absolvieren, als Gärtnerin und Chemikant. Benjamin, 18 Jahre aus Ghana, hingegen belegt einen Sprachkurs in einer Berufsschule: „Ich möchte die deutsche Sprache noch besser lernen, um anschließend hoffentlich eine Ausbildung beginnen zu können.“

Im Rahmen des bundesweiten Josefstags, bei dem Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, Verantwortliche aus Kirche und Politik zu gemeinsamen Aktionen und Gesprächen einladen, besuchte die Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, Frau Mohrs, in diesem Jahr das Kolpinghaus Koblenz. Das Kolpinghaus Koblenz, ein Jugendgästehaus und Wohnheim, beherbergt jährlich zwischen 3200 und 3500 Jugendliche und junge Erwachsene. Während der Großteil der Bewohner an überbetrieblichen Lehrgängen der Handwerkskammer Koblenz teilnimmt und nur vorübergehend eine Unterkunft benötigt, wohnen im Kolpinghaus auch die sogenannten Dauergäste.

Diese jungen Leute im Alter von 16 bis 27 Jahren, bleiben während ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung längerfristig in Koblenz. Im Kolpinghaus erfahren sie neben einer pädagogischen Betreuung auch die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen, wie beispielsweise im hauseigenen Jugendcafé „Publicity“. Zudem wurde das Kolpinghaus Koblenz im Januar 2016 um den Bereich “umA„ (unbegleitete, minderjährige Asylsuchende) erweitert. Diese Jugendlichen wohnen ebenso längerfristig im Kolpinghaus und werden auf ihrem Lebensweg pädagogisch begleitet.

Eingeläutet wurde der Josefstag durch Grußworte des Vorstandsvorsitzenden Bruno Gauggel sowie der Bürgermeisterin Ulrike Mohrs. Neben der Geschäftsleitung, Jaqueline Röhm, war auch Eitel Bohn, Vorstandsmitglied und Ratsmitglied des Koblenzer Stadtrates, vor Ort. Es folgte ein reger Austausch zwischen Bewohnern, pädagogischen Mitarbeitern und externen Gästen, wobei insbesondere die Bürgermeisterin ein großes Interesse an den Lebenswegen der Bewohner zeigte. Unsere jungen Gäste freuten sich sehr über das Interesse der Bürgermeisterin und berichteten fleißig über ihren Werdegang. Die nahbare und symphytische Art von Frau Mohrs hat in diesem Zusammenhang zusätzlich dazu beigetragen, dass ein reibungsloser Austausch auf Augenhöhe stattfinden konnte, bei dem sich jeder Teilnehmer sehr wohlfühlte.

Im Anschluss wurden in der Begegnungsstätte, welche direkt neben dem Kolpinghaus liegt, verschiedene Aktionen zum Motto des diesjährigen Josefstags (Hände reichen, Brücken bauen – Jugend braucht Perspektive in Europa) durchgeführt. Bei diesen Aktionen standen insbesondere die Zusammenarbeit und Kommunikation der Teilnehmer im Vordergrund. “Zum einen wollten wir mit diesen Kooperationsspielen für eine aufgelockerte Stimmung sorgen und zum anderen, wollten wir gemäß dem diesjährigen Motto des Josefstags vermitteln, dass der Zusammenhalt einer Gruppe, unabhängig von der Herkunft, zu einer Verbesserung der Erfolgsaussichten führt„, so die Geschäftsführerin des Kolpinghauses, Jacqueline Röhm. Hand in Hand stellten sich die Bürgermeisterin, Vereinsmitglieder, Mitarbeiter und Jugendliche des Kolpinghaus Koblenz den Aufgaben der Kooperationsspiele mit Erfolg und sichtlich viel Freude. Abgeschlossen wurde der Josefstag durch ein gemeinsames “Burger-Buffet". Neben den klassischen Varianten wurden auch arabische Burger angeboten, welche im Vorfeld in Zusammenarbeit mit den umAs kreiert wurden.

Mit dabei waren ebenso die pädagogischen Fachkräfte Judith Linde, Lisa Schmalen, Markus von Beckerath, Daniel Reinemann und Pascal Harrié, die studentischen Mitarbeiter Sascha Wittlich, Fabian Sachs und Christian Kowal, die jungen Bewohner Dominik, Christina, Dali, Saber, Zikruddin, Hassan, Anosh, Benjamin, Sadou, Ali, Abdiraman, Samuel, Mahdi und Valy sowie Ralf Schneider-Eichhorn von der Kirche der Jugend in Koblenz-Rauental.