Archivierter Artikel vom 24.04.2019, 10:07 Uhr
Koblenz

25 Jahre Mundartgruppe WAD – e bessje WAD em Cafe Hahn

Mit einer kurzweiligen, lustigen und abwechslungsreichen Matinee brachten die Musikanten der Koblenzer Mundartgruppe „WAD“ zusammen mit den Comedians Mani Gniffke und Karl Krämer „den Hahn“ zum Kochen.

Foto: privat

Die innerhalb von zwei Wochen ausverkaufte Frühstücksveranstaltung ließ auf eine denkbar hohe Erwartungshaltung schließen, welche allerdings, gespiegelt an der Reaktion des Publikums, deutlich übertroffen wurde.

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Die Musikanten präsentierten anlässlich ihres Bandjubiläums ein Bühnenprogramm aus 25 Jahren Mundartgeschichte, und wurden auf erfrischende Art begleitet durch zahlreiche Gastbeiträge der mit WAD in langjähriger Freundschaft verbundenen Vortragskünstler.

Es waren Manfred Gniffke, Koblenzer Urgestein, der in seiner einmaligen Moddersprochart alle Zuhörer mit auf seine Nostalgiereisen nahm und Karl Krämer, Lahnsteiner Comedian und Schauspieler, der mit seinem spitzbübischen Witz Schenkelklopfer am laufenden Band präsentierte.

Unter dem Motto „Schängeltön un Comedi dat brengt Spaß un froch net wie“ gelang es den beiden erwartungsgemäß die Lachmuskulatur der Gäste bis an die Wohlfühlgrenze zu beanspruchen. Aber auch die WAD-Jubilare hatten einiges zu bieten. So erlebten die Besucher einen vielseitigen und bunten Spaziergang durch die Bandgeschichte, welche mit Stücken wie „WAD es dat?“, „Glatze“ oder „Der Wilhelm am Eck“ ihren Anfang nahm.

Auch die Werke aus dem WAD-Mittelalter begeisterten nach wie vor das Publikum und so wurde unter anderem „Dat Brigittsche“ mehrfach musikalisch gewürdigt. Gesteigerte Aufmerksamkeit erreichten die WAD-Männer mit einigen Vorträgen aus ihrem umfangreichen a cappella Reportoire: „Mir sin eschde Bengelscher“, eine von den Beatles entliehene Komposition. „Männer sind Feine“, eine Parodie auf den fürsorglichen Ehemann. „Bubap“, ein musikalisches Experiment in Form einer eigens adaptierten Fassung der Manhattan-Transfer Version von „Tuxedo Junction“.

Abgerundet wurde das ausgesprochen abwechslungsreiche Programm durch einfühlsame Balladen wie „Frühlingswind“ oder „Dat Stadtsymbol“, ein Gedicht, welches die WAD-ler seinerzeit von der Koblenzer Mundartdichterin Katharina Schaaf zur musikalischen Bearbeitung als Geschenk erhielten.

Eine besondere Freude vermittelte der ehemalige Keyboarder Detlef Fußinger mit seinen musikalischen Akzenten in der zweiten Hälfte der Vorführung. Nach gut zweieinhalb Stunden Programm und der Zugabe der Hymne „Kowelenzer Schängelsche“, endete die Veranstaltung mit stehenden Ovationen.

Wer das Jubiläumsprogramm von WAD erleben möchte, hat dazu noch einmal am 7. September, um 20 Uhr im Cafe Hahn Gelegenheit. Informationen im Programmheft oder über die Internetseite des des Cafe Hahn unter www.cafehahn.de.