Archivierter Artikel vom 26.02.2020, 17:50 Uhr

Zwei Prozent der Waldfläche in Rheinland-Pfalz geschädigt

Berlin/Mainz (dpa/lrs) – Rund zwei Prozent der gesamten Waldfläche von Rheinland-Pfalz sind seit 2018 so sehr geschädigt worden, dass sie wiederbepflanzt werden müssen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium nannte am Mittwoch eine geschädigte Fläche von 16 700 Hektar – bei einer Waldfläche von 839 800 Hektar. Dabei entfällt der weitaus größte Teil von 13 200 Hektar auf kommunale und private Wälder. Ursachen sind Stürme, die extreme Dürre, Waldbrände und Borkenkäferbefall. Mit einem Flächenanteil von 42 Prozent hat Rheinland-Pfalz zusammen mit Hessen die größte Walddichte der Bundesländer.

Lesezeit: 1 Minuten
Waldarbeiter sind mit Aufzuarbeiten beschäftigt
Waldarbeiter sind mit Aufzuarbeiten beschäftigt.
Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Das Ministerium erwartet für dieses Jahr eine Schadholzmenge von 3,1 Millionen Kubikmetern Holz, nach 3,7 Millionen 2019 und 1,37 Millionen 2018. Angesichts der Dynamik der Schadensentwicklung sei damit zu rechnen, dass die auf Angaben des Landes beruhende Schätzung für 2020 im Verlauf des Jahres noch geändert werden müsse, erklärte das Ministerium in Berlin. Großen Einfluss auf die Schadensentwicklung werde die Witterung der nächsten Monate haben.

Der Bund hat für die kommenden vier Jahre in der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) 480 Millionen Euro an zusätzlichen Mittel für den Wald bereitgestellt. Mit dem Geld sollen der Abtransport von Schadholz, Wiederaufforstungen und die Entwicklung von Mischwäldern gefördert werden.