Archivierter Artikel vom 15.07.2020, 01:40 Uhr
Bad Sobernheim

Zustand des Waldes „dramatisch“: Ruf nach Waldklimaprämie

Zum Start der Waldzustandserhebung für Rheinland-Pfalz hat Umweltstaatssekretär Thomas Griese die Forderung nach einer Waldklimaprämie erneuert. Es brauche angesichts der Schäden im Wald wegen Trockenheit und Schädlingen finanzielle Unterstützung für eine „klimastabile Bewirtschaftung“ des Waldes, sagte der grüne Politiker am Dienstag im Soonwald bei Bad Sobernheim.

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Nach den Hitzesommern 2018 und 2019 habe sich der Zustand der Bäume dramatisch verschlechtert. Hier ein Beispiel aus dem Vorderhunsrück. Foto: Jochen Magnus

Schon vor den trockenen Sommern war der Wald, auch durch Stürme, erheblich geschädigt. Foto: Jochen Magnus

Nadelwald (links) ist viel stärker betroffen als Laubwald (rechts). Foto: Jochen Magnus

Ein Blick in die Baumkronen offenbart den schlechten Zustand des Waldes. Foto: Jochen Magnus

Kahlschlag nach Sturm- und Trockenschäden bei Emmelshausen. Foto: Jochen Magnus

Überall finden Waldspaziergänger tote und stark geschädigte Bäume. Foto: Jochen Magnus

Nach den Hitzesommern 2018 und 2019 habe sich der Zustand der Bäume dramatisch verschlechtert. Auch dieses Jahr sehe es nicht besonders gut aus, auch wenn bislang die große Hitze ausgeblieben sei.

Grob gesagt soll bei der Waldklimaprämie ein Teil des über den CO2-Prei eingenommenen Geldes dem Wald sowie dessen Umbau in Zeiten des Klimawandels zugute kommen. Griese sagte, die Waldzustandserhebung sei ein wichtiges Monitoring-Programm, das zeige, wie sich die Erderhitzung und die Belastung durch Abgase auf den Wald auswirke. Dafür begutachten seit Dienstag und in den kommenden Wochen Forstleute im ganzen Land rund 4000 Bäume. Die Ergebnisse fließen in den Waldzustandsbericht ein, der Ende des Jahres veröffentlicht werden soll.

Waldzustandsbericht 2019