Saarbrücken/Neuwied

Tiere

Zoos in der Region setzen verstärkt auf Artenschutz

Von dpa/lrs
Zoos in Rheinland-Pfalz und im Saarland
ARCHIV - Ein Schimpanse sitzt im Zoo Neuwied auf einem Baumstamm. Foto: Thomas Frey/dpa

Der Faktor «Erholung» spielt bei modernen Zoos keine so große Rolle mehr. Wichtiger ist ihnen eine moderne Tierhaltung und der Schutz der Arten.

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Saarbrücken/Neuwied (dpa/lrs) – Eine moderne Tierhaltung und Artenschutz, aber auch Pädagogik und Forschung spielen in den Zoos im Saarland und in Rheinland-Pfalz eine immer größere Rolle. «Bildung, Wissenschaft und Artenschutz sind die Schwerpunkte eines modernen Zoos», sagte der neue Direktor des Zoos in Saarbrücken, Jakob Kolleck, der Deutschen Presse-Agentur. Der Aspekt Erholung trete im Gegensatz zu früher heute eher in den Hintergrund: «Das ist natürlich nicht unwichtig, kann ich aber auch in anderen Einrichtungen erfahren.»

Viele zoologische Gärten investieren vor allem in abwechslungsreiche und naturnahe Gehege und unterstützen Natur- und Artenerhaltungsprogramme in den Ursprungsländern der Tiere. «Als moderner, wissenschaftlich geführter Zoo sehen wir uns in erster Linie als Artenschutzzentrum und Umweltbildungseinrichtung», sagt Sprecherin Alexandra Japes vom Zoo Neuwied, dem größten in Rheinland-Pfalz. Wie viele andere beteiligt er sich an verschiedenen Artenschutz- und Forschungsprojekten.

Im Zoo in Saarbrücken gibt es seit dem 1. April eine Neuerung: Besucher können freiwillig beim Kauf einer Eintrittskarte einen Euro mehr bezahlen. Der Beitrag wird Zoodirektor Kolleck zufolge zu 100 Prozent an Artenschutzprojekte weitergereicht. «Das ist absolut gut investiertes Geld – dafür brenne ich», sagte er. Von dem bisherigen Zuspruch sei er begeistert: «Wir haben zwar noch keine aktuellen Zahlen, aber unser Eindruck ist, dass bei den Besuchern eine große Beteiligung da ist.»

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