Archivierter Artikel vom 11.01.2021, 13:50 Uhr

Zoo Neuwied gerettet: Dreyer zeigt sich optimistisch

Hunderte Spender haben den angeschlagenen größten Tierpark in Rheinland-Pfalz gerettet. Die Landesregierung kündigt mitten in der Corona-Pandemie weitere Finanzspritzen an.

Zoo NeuwiedLesezeit: 1 Minuten

Mainz/Neuwied (dpa/lrs) – Die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) hat sich mit Blick auf den fast pleitegegangenen größten Tierpark des Landes optimistisch gezeigt. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Neuwieder Zoo die Pandemie überstehen wird“, teilte die Ministerpräsidentin am Montag mit. „Ich danke den zahlreichen Spendern und Spenderinnen für die unglaubliche Summe von 250 000 Euro. Das zeigt, wie sehr der Zoo den Menschen in und um Neuwied am Herzen liegt.“ Die coronabedingt geschlossene Einrichtung mit 1800 Tieren und 80 Mitarbeitern soll laut Dreyer aus Landes- und Bundesmitteln in den kommenden Wochen zusätzlich mit insgesamt gut 150 000 Euro unterstützt werden.

Die vorherige Hilfe von Hunderten Spendern war binnen kurzer Zeit zusammengekommen. Daraufhin sagten kommunale Vertreter einen für Montag geplanten Runden Tisch mit Dreyer kurzfristig ab. Nun soll laut Staatskanzlei unter anderem die erste Auszahlung der Corona-Novemberhilfe in Rheinland-Pfalz an den Zoo Neuwied gehen. Das wären 89 000 Euro nach schon überwiesenen 10 000 Euro.

Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt, FDP-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 14. März, betonte: „Diese herausfordernden Zeiten können wir nur durch einen starken Zusammenhalt im Land gemeinsam überstehen.“ Ebenso wichtig sei ihr, „dass auch alle anderen Unternehmen die beantragten Hilfen nun schnell bewilligt bekommen, um unseren Wirtschaftsstandort, unsere Unternehmen und die Arbeitsplätze zu erhalten“.

Die CDU-Kommunalpolitiker Pascal Badziong und Martin Hahn erinnerten an die von ihnen gestartete Petition zur Rettung des Neuwieder Zoos. „Innerhalb weniger Stunden schnellten die Unterschriften in die Höhe, so dass wir jetzt bei über 30 000 Unterzeichnern angekommen sind“, teilte Hahn mit. Die große Spendenbereitschaft zeige, „dass der Zoo Neuwied fest in den Herzen der Menschen der Region verankert ist“.

Wegen Corona sind die Zoos und Tiergärten in Rheinland-Pfalz seit Anfang November 2020 geschlossen. Auch im ersten Lockdown im Frühjahr zuvor mussten sie wochenlang zu bleiben. Der Zoo Neuwied geriet wegen fehlender Einnahmen bei weiterlaufenden Ausgaben in Finanznöte.

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