Hamburg/Saarbrücken

Wirtschaftsauskunftei: Mehr Insolvenzen im Saarland

Die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel rechnet aufgrund der Corona-Pandemie noch in diesem Jahr mit mehr Insolvenzen im Saarland. Die Zahl der Firmenpleiten könne sich in dem Bundesland gegenüber 2020 mehr als verdoppeln. Insgesamt seien knapp 500 Firmeninsolvenzen im Saarland möglich, berichtete Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein am Freitag in Hamburg.

Von dpa/lrs

„Bedingt durch die Corona-Krise haben viele Unternehmen in Deutschland derzeit wirtschaftliche Probleme“, sagte Schlein. Bundesweit seien mehr als 300 000 Unternehmen aktuell in finanziellen Schwierigkeiten. Dies spiegle sich jedoch in den Insolvenzzahlen bislang noch nicht wieder.

2020 meldeten laut Crifbürgel im Saarland lediglich 210 Unternehmen eine Insolvenz an, das waren 28,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Als Hauptursache für diese Entwicklung gilt die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kombination mit den zahlreichen Hilfspaketen für Unternehmen.

Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft würden deshalb erst allmählich sichtbar, sagte Schlein. Neben dem „normalen“ Insolvenzgeschehen drohten im laufenden Jahr im Saarland 206 zusätzliche Insolvenzen. „Betroffen sind vor allem Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern“, sagte Schlein.

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