Archivierter Artikel vom 04.04.2020, 12:40 Uhr

Wetter wird noch wärmer: Ansturm von Ausflüglern befürchtet

Kommt es am Sonntag zu dem befürchteten Ansturm an Ausflüglern trotz Kontaktverbots? Vor dieser Frage stehen Behörden in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Sie sind verstärkt unterwegs, um die Beschränkungen durchzusetzen.

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Raps blüht zwischen Weinreben
Raps blüht zwischen Weinreben auf einem Weinberg nahe Nierstein.
Foto: Silas Stein/dpa/Symbolbild

Mainz/Saarbrücken (dpa/lrs) – Polizei und Ordnungsämter werden auch am (heutigen) Sonntag die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise überwachen. Während am Samstag der große Ansturm auf die Parks und Freizeitgebiete überwiegend ausblieb, könnte es nun anders kommen. Denn das Wetter soll noch wärmer werden. Der Sonntag werde sonnig und niederschlagsfrei, erklärte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Die Höchsttemperatur liegen demnach zwischen 18 und 21 Grad.

Der Samstag war überwiegend ruhig verlaufen. Trotz des sonnigen Wetters registrierten Polizeidienstellen zunächst wenige Verstöße gegen das Kontaktverbot wegen des Coronavirus. Auch an beliebten Treffpunkten wie dem von Motorradfahrern frequentierten Ort Johanniskreuz im Pfälzerwald sei es ruhig, sagte ein Sprecher der Polizei in Kaiserslautern. Einsatzkräfte kontrollierten weiter engmaschig – auch per Hubschrauber.

Auch in den Regionen Mainz, Koblenz, Ludwigshafen und Trier blieb es zum Start ins Wochenende ruhig. Im Saarland war die Lage ebenfalls entspannt. „Nach jetzigem Kenntnisstand halten sich die Bürger an die vorgegebenen Beschränkungen“, sagte ein Sprecher der Landespolizei in Saarbrücken am Nachmittag. Die Innenstädte seien leer. Es gebe nur ein mäßiges Aufkommen von Besuchern und keine herausragenden Einsätze.

Unterdessen betrifft die Corona-Krise weitere Bereiche de Wirtschaft: Aus Rheinland-Pfalz wird derzeit aufgrund der Corona-Krise so gut wie kein Holz mehr exportiert. Bereits bestehende Verträge stockten, neue seien nicht verhandelbar, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Dazu kommt: Dürre, Hitze, Stürme und vor allem Schädlinge haben den Wäldern in den vergangenen Jahren extrem zugesetzt. So mussten im vergangenen Jahr wegen des massiven Borkenkäferbefalls 3,05 Millionen Festmeter Fichtenholz notgeerntet werden. Das entspricht rund 3,5 Millionen Bäumen.

Dagegen schreiten Arbeiten auf zahlreichen Baustellen in Rheinland-Pfalz voran. Ein genereller Baustopp wäre in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten in vielen Branchen ein falsches Signal, teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz in Koblenz mit. „Unsere Baustellen laufen aktuell überwiegend normal weiter. Neue Projekte werden ausgeschrieben und vergeben“, sagte Geschäftsführer Arno Trauden.