Archivierter Artikel vom 05.03.2021, 16:30 Uhr
Bad Ems

Weniger Insolvenzanträge in Rheinland-Pfalz gestellt

Die Zahl der Insolvenzanträge von Unternehmen und Verbrauchern in Rheinland-Pfalz ist im vergangenen Jahr gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes vom Freitag stellten 622 Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das waren mehr als elf Prozent weniger als im Jahr 2019. Einen noch deutlicheren Rückgang gab es bei den Verbraucherinsolvenzen: Hier wurden im vergangenen Jahr 1753 gezählt – rund 36 Prozent weniger als im Jahr davor.

Von dpa/lrs
Schriftzug "Insolvenz"
Der Schriftzug «Insolvenz» steht auf einem Tisch zwischen anderen Scrabble-Buchstaben.
Foto: Sören Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Durch die beantragten Unternehmensinsolvenzen gerieten im Jahr 2020 laut Landesamt insgesamt rund 4500 Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz in Gefahr. Durchschnittlich hatte jedes insolvent gewordene Unternehmen knapp 812 900 Euro Schulden. Insolvente Verbrauchen waren im Schnitt mit 45 600 Euro verschuldet.

Eine zentrale Rolle für die Entwicklung dürfte der Behörde zufolge gespielt haben, dass wegen der Corona-Krise die Insolvenzantragspflicht unter bestimmten Voraussetzungen zunächst bis 30. September ausgesetzt wurde. Inzwischen wurde die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis Ende April 2021 verlängert.

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Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Mitteilung Statistisches Landesamt