Archivierter Artikel vom 10.04.2020, 11:10 Uhr

Weniger Bäcker in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Frankfurt/Berlin (dpa/lrs) – Die Zahl der Bäcker und Metzger in Rheinland-Pfalz ist im Jahr 2019 weiter gesunken. Nach Daten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks waren 635 Bäckereien in der Handwerksrolle eingetragen, 21 weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Fleischereien verringerte sich auf 748 (Vorjahr: 769). Im Saarland gab es bei diesen Betrieben hingegen einen leichten Anstieg auf 142 Betriebe (Vorjahr: 140), bei den Bäckereien hingegen einen Rückgang auf 196 (Vorjahr: 209)

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Ein Bäcker formt mit seinen Händen zwei Brote
Ein Bäcker formt mit seinen Händen zwei Brote.
Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Welche Folgen die Corona-Krise hat, hängt nach Einschätzung von Branchenverbänden insbesondere vom Geschäftsmodell der Betriebe ab. Der kleine Dorfbäcker, der überwiegend Brot und Brötchen anbietet, dürfte nur einen relativ geringen Umsatzrückgang verzeichnen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, Daniel Schneider. „Bäckern, die Catering anbieten, oder Kantinen beliefern, bricht dagegen ein großer Teil des Umsatzes weg.“ Das gelte auch für Bäckereien, die gleichzeitig ein Café betreiben oder für Verkaufsstellen an Bahnhöfen oder Flughäfen sowie Betriebe in Tourismusorten.

Ähnlich ist es im Fleischerhandwerk. „Fleischereien, die hauptsächlich über die Theke verkaufen und gut erreichbar sind, können derzeit eher Umsatzzuwächse verzeichnen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutsche Fleischer-Verbandes, Martin Fuchs. „Liegen die Betriebe in „leer gefegten“ Stadtlagen oder haben sie einen hohen Catering-Anteil, dann müssen erhebliche Umsatzeinbußen getragen werden.“

Zentralverband Bäckerhandwerk zum Jahr 2019

Zeitreihen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks