Archivierter Artikel vom 31.03.2020, 00:50 Uhr

Weniger Arbeitslose: März-Statistik zeigt Corona-Krise nicht

Schon vor der Corona-Krise meldeten deutlich weniger Unternehmen offene Stellen. Das zeigt die Arbeitslosenstatistik für März. Die vermutlich deutlichen Auswirkungen der Pandemie bildet sie noch nicht ab.

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Agentur für Arbeit
Das Logo und der Schriftzug der Agentur für Arbeit.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Saarbrücken (dpa/lrs) – Vor der Corona-Krise und dem Herunterfahren weiter Teile des öffentlichen Lebens ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz noch leicht gesunken. Das geht aus den am Dienstag von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken vorgelegten Statistik für den März hervor. Allerdings flossen nur bis zum Stichtag 12. März erhobene Daten ein. Die Statistik spiegele daher nicht die heutige Situation auf dem Arbeitsmarkt wider, betonte die Agentur. Es könne aufgrund der aktuellen Entwicklung wegen der Pandemie nicht davon ausgegangen werden, dass sich der bis zum 12. März registrierte Rückgang der Arbeitslosigkeit im April fortgesetzt habe.

Für den März – also bezogen auf den Stichtag 12. März – zählte die Agentur 102 628 Arbeitslose im Land. Das waren rund 3000 weniger als vier Wochen zuvor. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es dagegen über 3500 Jobsuchende mehr. Die Arbeitslosenquote für März dieses Jahres liegt damit der Agentur zufolge bei 4,6 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 4,7 Prozent, vor einem Jahr noch 4,4 Prozent.

Angesichts der seit Mitte März in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft blieben Neu- und Wiedereinstellungen vorerst aus, erklärte die Arbeitsagentur. Ein Stellenrückgang sei aber auch schon vor der aktuellen Krise zu verzeichnen gewesen. So wurden im März den Angaben zufolge 34 661 offene Arbeitsstellen im Land gemeldet. Das waren 12,4 Prozent weniger als ein Jahr vorher. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit mit knapp 9300 sowie im Handel (3871) und im Gesundheits- und Sozialwesen (3788).

Verbunden mit der Corona-Krise sei ein „sehr starker Anstieg bei Kurzarbeit-Anzeigen“, teilte die Arbeitsagentur weiter mit. Hierzu sollten am Nachmittag weitere auch regionale Daten vorgelegt werden.