Archivierter Artikel vom 26.02.2020, 18:30 Uhr

Waldschäden im Saarland vergleichsweise gering

Berlin/Mainz (dpa/lrs) – Etwa 0,7 Prozent der Waldfläche des Saarlands sind seit 2018 so sehr geschädigt worden, dass sie wiederbepflanzt werden müssen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium nannte am Mittwoch eine geschädigte Fläche von 761 Hektar – bei einer Waldfläche von 102 634 Hektar. Dies sind im Verhältnis deutlich weniger als in Rheinland-Pfalz mit etwa zwei oder in Hessen mit nahezu drei Prozent der Waldfläche. Ursachen der Schäden sind Stürme, die extreme Dürre, Waldbrände und Borkenkäferbefall. Rund 40 Prozent der Fläche des Saarlands sind von Wald bedeckt.

Das Ministerium erwartet für dieses Jahr eine Schadholzmenge von rund 158 000 Kubikmetern Holz, nach 177 443 Hektar 2019 und 123 973 Hektar 2018. Angesichts der Dynamik der Schadensentwicklung sei damit zu rechnen, dass die auf Angaben des Landes beruhende Schätzung für 2020 im Verlauf des Jahres noch geändert werden müsse, erklärte das Ministerium in Berlin. Großen Einfluss auf die Schadensentwicklung werde die Witterung der nächsten Monate haben.

Der Bund hat für die kommenden vier Jahre in der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) 480 Millionen Euro an zusätzlichen Mittel für den Wald bereitgestellt. Mit dem Geld sollen der Abtransport von Schadholz, Wiederaufforstungen und die Entwicklung von Mischwäldern gefördert werden.