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Vor immer mehr Fans: Mainz fiebert Gladbach-Spiel entgegen

Für Mainz 05 läuft es zuletzt hervorragend – und jetzt steht schon wieder eine Partie am Freitagabend auf dem Programm. Die Spieler freuen sich auf eine Pandemie-Rekordkulisse, Trainer Bo Svensson warnt.

FSV Mainz 05
Das Logo von Mainz 05 ist auf den Rängen zu sehen.
Foto: Tom Weller/dpa/Archiv

Mainz (dpa). So viele Zuschauer wie am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) waren seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr bei einem Heimspiel des FSV Mainz 05: Vom 25.000 Karten umfassenden Kontingent sei nur noch ein kleiner Rest übrig, sagte die Pressesprecherin des Vereins am Donnerstag. Das wären gut 5000 mehr als vor zwei Wochen gegen den FC Augsburg, was sowohl an der jüngsten Serie mit drei Pflichtspielsiegen in Serie als auch am Gegner liegen kann: Borussia Mönchengladbach.

Die Mainzer haben sich mit dem jüngsten Erfolg in Bielefeld auf den fünften Rang verbessert, die Gladbacher sind Zehnter. „Aber die Tabelle ist nicht so aussagekräftig“, sagte 05-Trainer Bo Svensson. Wer sich statt des Klassements die Transfermarktwerte anschaue, werde feststellen, dass der Borussen-Kader den dreifachen Wert seines Personals aufweise.

„Gladbach hat vorige Saison Champions League gespielt“, sagte der Däne als weiteres Argument, das die eigene Favoritenrolle entkräften soll. „Ich gucke auf die Inhalte, und in der Beziehung erwartet und ein hochklassiger Gegner. Gladbach hat in einigen Spielen ohne Thuram und Pléa angefangen – das sagt einiges aus.“

Nach dem Trainerwechsel von Marco Rose zu Adi Hütter habe sich die Spielweise der Borussen verändert. „Sie sind noch intensiver unterwegs“, sagte Svensson, „Sie haben immer noch viel Ballbesitz, suchen aber schneller den Weg zum Tor.“ Die Mannschaft habe ein paar Spiele gebraucht, um in die neue Saison hineinzufinden, sich an die neuen Anforderungen zu gewöhnen. „Aber jetzt greift es mehr und mehr, was Adi fordert.“

Fürs eigene Team bedeute dies, in allen Aspekten schnell sein zu müssen. „Und wir müssen viele richtige Entscheidungen treffen, denn wir bekommen es mit einer Qualität zu tun, die Fehler schnell bestraft“ – als Anschauungsmaterial kann der 5:0-Pokalerfolg gegen den FC Bayern München dienen. „Ballverluste sollte man sich nicht leisten“, betonte der Mainzer Trainer. „Und wenn du gegen Hofmann, Stindl oder Zakaria nicht gut presst, wirst du weggespielt.“

Bei den Mainzern könnte Kapitän Moussa Niakhaté wieder in die Anfangsformation zurückkehren. Als Folge einer Anfang Oktober erlittenen Oberschenkelverletzung war der Innenverteidiger im Pokal gegen Arminia Bielefeld erst kurz vor Ende der regulären Spielzeit eingewechselt worden, im Ligaspiel auf der Alm stand er gar nicht im Kader. „In dieser Woche hat er trainiert, was zu ihm passte“, sagte Svensson etwas kryptisch. „Wenn er das Abschlusstraining ohne Probleme absolviert, hat er am Freitag gute Chancen.“

© dpa-infocom, dpa:211104-99-865979/4

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