Archivierter Artikel vom 18.02.2021, 17:20 Uhr
Landau/Germersheim

Südpfälzer Verwaltungschefs wollen Lockdown-Exit-Strategie

Drei CDU-Verwaltungschefs aus der Südpfalz haben eine transparente Ausstiegsstrategie aus dem Corona-Lockdown gefordert.

Von dpa/lrs

Die Landesregierung solle festlegen, welche Fallzahlkriterien welche Folgen nach sich zögen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Landräte Dietmar Seefeldt (Südliche Weinstraße), Fritz Brechtel (Germersheim) und des Landauer Oberbürgermeisters Thomas Hirsch vom Donnerstag. „Wir müssen weiter vorsichtig sein, Rücksicht nehmen, auf Abstand achten und Masken tragen, aber wir brauchen auch Perspektiven für Wirtschaft und Gesellschaft.“

Der Corona-Warn- und Aktionsplan müsse so erweitert werden, dass das öffentliche Leben geöffnet, aber auch wieder heruntergefahren werden könne. So könne flexibel und regional oder örtlich abgestimmt auf dynamische Entwicklungen reagiert werden, etwa auf die Ausbreitung mutierter Virusvarianten, argumentieren die CDU-Politiker.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte vor der letzten Bund-Länder-Runde am 10. Februar ein vierstufiges Modell für Lockerungen erarbeitet und bedauert, dass es bei dem Treffen keine bundesweite Einigung auf einen Stufenplan gegeben hatte. Eine Arbeitsgruppe mit dem Chef des Bundeskanzleramts und den Chefs der Staatskanzleien in den Bundesländern sollte aber bis zum nächsten Treffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin am 3. März über Perspektiven für weitere Öffnungen beraten. Bund und Länder hatten beschlossen, den Lockdown mit den Kontaktbeschränkungen bis zum 7. März zu verlängern.

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