Archivierter Artikel vom 15.02.2020, 15:00 Uhr

Stadtrat stimmt Antrag von 1. FC Kaiserslautern zu

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Nach wochenlangen Unstimmigkeiten hat der Stadtrat Kaiserslauterns am Samstag die künftige Stadionpacht für den Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern festgesetzt – allerdings nur unter Vorbehalt. Ab der Saison 2020/2021 soll der Traditionsclub für zunächst zwei Jahre statt der zu Bundesligazeiten vereinbarten Pacht von 3,2 Millionen Euro in der 3. Liga jährlich 625.000 Euro für die Nutzung des Fritz-Walter-Stadions zahlen.

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Abhängig sind die Pfälzer allerdings noch von der Zustimmung der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD) von Rheinland-Pfalz, mit der Kaiserslauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) nun erneut in Kontakt treten soll. Der ehemalige Schiedsrichter Markus Merk als Aufsichtsrat des Clubs bemerkte: „Jetzt haben wir eine Zustimmung zu einem Antrag, aber noch keine Lösung. Unser größter Gegner ist die Zeit.“

In den vergangenen beiden Jahren zahlte der Fußballclub 425.000 Euro pro Saison. Zunächst wollte die hochverschuldete Kommune einer weiteren Pachtsenkung nur zustimmen, wenn sie im Gegenzug Aktienanteile des FCK als Ausgleich erhält. Weil diese Kompensation für den viermaligen deutschen Meister jedoch nicht in Frage kam, erhöhte dieser sein Angebot um 200.000 Euro.

Für den FCK wäre damit der erste Schritt getan, um eine Lizenz für die kommende Spielzeit zu erhalten. Denn potenzielle Investoren, auf die der hochverschuldete Klub angewiesen ist, hatten stets ausgeschlossen in den Klub zu investieren, sollte die von Weichel favorisierte Aktienlösung kommen. Bis Ende Februar müssen die Lizenzunterlagen nun beim Deutschen Fußball-Bund eingereicht werden. Es ist zu erwarten, dass die Pfälzer die Zulassung unter Auflagen und Bedingungen erhalten und somit Zeit gewinnen, die fehlenden über 10 Millionen Euro einzusammeln.

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