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SPD-Chefin Rehlinger: «Das war schlecht»

Von dpa/lrs
Anke Rehlinger
ARCHIV - Anke Rehlinger, saarländische Ministerpräsidentin, gestikuliert bei einem Interview. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

Die CDU im Saarland fühlt sich als Gewinnerin nach der Europa- und Kommunalwahl. Der SPD macht vor allem das Ergebnis der AfD Sorgen.

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Saarbrücken (dpa/lrs) – Mit dem Ergebnis der Europawahl kann die SPD nach Ansicht der saarländischen Parteivorsitzenden und Ministerpräsidentin Anke Rehlinger «in mehrfacher Hinsicht» nicht zufrieden sein. Zum einen, weil es nicht gelungen sei, einen saarländischen SPD-Abgeordneten ins Europäische Parlament zu entsenden. Zudem, weil es das historisch schlechteste Ergebnis war und man noch hinter der AfD gelandet sei. «Da braucht man nicht nach positiven Ansatzpunkten zu suchen, sondern das ist einfach unbefriedigend oder um es deutlich zu sagen: Das ist schlecht», sagte sie am Montag vor Journalisten.

Vor allem das Ergebnis der AfD bereite ihr Sorgen: Allerdings sei die Zeit nicht dafür da, die Wähler für ihr Votum zu beschimpfen, «sondern Aufgabe an uns ist, zu gucken – und das ist uns nicht gelungen – eine demokratische und sozialdemokratische Alternative zu bieten».

Die CDU wurde bei der Europawahl im Saarland trotz Verlusten klar stärkste Kraft. Die Christdemokraten holten 29,3 Prozent der Stimmen, 3,2 Punkte weniger als bei der vorherigen Europawahl 2019. Die im Bundesland allein regierende SPD erhielt 20,5 Prozent (minus 2,6 Punkte). «Wir sind klarer Wahlsieger», kommentierte der CDU-Parteivorsitzende Stephan Toscani das Ergebnis. Es gebe «gewissen Rückenwind» für die Landtagswahlen 2027. Er werte dies zudem als «Misstrauensvotum gegen die amtierende rote Ampel in Berlin» und als «Dämpfer» für Rehlinger und ihre SPD.

© dpa-infocom, dpa:240610-99-343540/2