Archivierter Artikel vom 08.03.2021, 16:40 Uhr
Mainz

Schulen im Kreis Germersheim setzen auf Schnelltests

Im pfälzischen Kreis Germersheim werden seit Montag Schüler einer Grundschule auf das Coronavirus getestet, um auf diese Weise trotz des erhöhten Infektionsgeschehens bald in den Wechselunterricht starten zu können. Der Kreis habe dafür einen Fünf-Punkte-Plan entwickelt und dem Land vorgeschlagen, teilte ein Sprecher der Kreisverwaltung am Montag mit. Dazu gehört, dass sich Schülerinnen und Schüler zweimal wöchentlich freiwillig selbst testen.

Von dpa/lrs
Schnelltests
Eine Arzthelferin tropft die Abstrichlösung auf einen Corona-Schnelltest.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Wegen der erhöhten Infektionszahlen – die Inzidenz im Kreis Germersheim war auch am Montag mit 121,7 die höchste in Rheinland-Pfalz – ist der Start in den Wechselunterricht an Grundschulen sowie seit Montag auch für die fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen bislang ausgesetzt.

Bei der Testpremiere am Montag in der Grundschule Ottersheim nahmen die in die Notbetreuung gekommenen Kinder unter den Augen von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und nach Anleitung von Rektorin Sigrid Schwab einen Corona-Selbsttest vor. Im Laufe dieser Woche soll das freiwillige Testangebot an mindestens einer weiteren Schule pro Verbandsgemeinde eingeführt und dann möglichst rasch für alle Grundschulen im Landkreis Germersheim verfügbar gemacht werden.

„Die vorliegenden Corona-Schnelltests sind dafür geeignet, unter Anleitung von geschultem Personal, wie zum Beispiel Lehrkräften oder Eltern, von den Kindern selbst durchgeführt zu werden“, erklärte Schuldezernent Christoph Buttweiler. Der Kreis hofft nun auf eine Genehmigung der Schulauffsicht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion für das geplante Vorgehen.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-738782/2