Archivierter Artikel vom 28.03.2020, 17:20 Uhr

Schönes Wetter führt im Saarland zu Kontaktverbot-Verstößen

Bilderbuchwetter hat in Zeiten von Corona auch Nachteile. Viele Menschen wollen die Sonne genießen – und begeben sich an besonders beliebten Orten. Innenminister Bouillon appelliert an die Saarländer, Menschenansammlungen zu vermeiden.

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Mann auf leerem Stummplatz in Neunkirchen
Ein Mann sitzt alleine auf dem sonst sehr belebten Stummplatz im saarländischen Neunkirchen.
Foto: Oliver Dietze/dpa

Saarbrücken (dpa/lrs) – Das frühlingshafte Bilderbuchwetter hat am Samstag im Saarland zu zahlreichen Verstößen gegen der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie geführt. In Saarbrücken hielten sich am Saarufer laut Polizei teils so viele jüngere und auch ältere Menschen auf, dass der Eindruck habe entstehen können, als gäbe es keinerlei Beschränkungen. „Insgesamt mussten dort zeitgleich 150 bis 200 Personen aufgefordert werden, die Örtlichkeit zu verlassen und auseinanderzugehen“, teilte die Polizei mit. Dieser Aufforderung seien die Menschen gefolgt.

Landesweit musste die Polizei am Samstag laut Innenminister Klaus Bouillon (CDU) insgesamt 270-mal ausrücken. Es wurden 176 Verstöße gegen die wegen der Corona-Pandemie verfügten Bestimmungen registriert und 67 Strafanzeigen. „Meine Bitte richtet sich an alle Saarländerinnen und Saarländer, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten“, appellierte Bouillon am Sonntag weiter. Ansammlungen wie vor allem in der Saarbrücker Parkanlage am Staden „können wir nicht tolerieren“. Deshalb werde ein solches Verhalten direkt geahndet. „Es ist im Interesse von uns allen, dass wir uns in der jetzigen Situation disziplinieren – im Sinne des Gemeinwohls. Nur so wird uns der Kampf gegen das Corona-Virus gelingen.“

Auch im Saarland gilt gemäß bundesweiter Vorgaben, dass Sport und Bewegung an der frischen Luft vorerst nur noch allein möglich ist, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit den Menschen, die im selben Haushalt leben.