Archivierter Artikel vom 30.03.2021, 15:40 Uhr
Neuwied

Schaden von 15 Millionen Euro nach Feuer in Lagerhalle

Noch immer suchen Brandermittler nach der Ursache für das zerstörerische Feuer am Wochenende in Neuwied. Dabei kam am Dienstag eine Flugdrohne zum Einsatz.

Von dpa/lrs
Ein Einsatzwagen der Feuerwehr trifft an der Unfallstelle ein
Ein Einsatzwagen der Feuerwehr trifft an der Unfallstelle ein.
Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild

Neuwied (dpa/lrs). Bei dem Brand einer Lagerhalle in Neuwied soll ein Schaden von etwa 15 Millionen Euro entstanden sein. Das teilte die Polizei am Dienstag auf Anfrage der dpa mit. Diese Summe habe die Versicherung des betroffenen Aluminiumherstellers ASAŞ der Behörde genannt. In dieser Summe seien nicht nur Kosten für das einsturzgefährdete Gebäude enthalten, sondern unter anderem auch für den Rückbau und die damit verbundene Trümmerbeseitigung, sagte eine Polizeisprecherin.

Das Feuer war Freitagabend laut ASAŞ bei einer zu verschrottenden und gereinigten Veredelungsanlage des Vorbesitzers ThyssenKrupp Rasselstein entstanden. Das türkische Unternehmen baut seinen neuen Standort Neuwied noch auf.

Am Dienstag war eine Drohne zum Einsatz gekommen, die Fotos aus dem Inneren der Brandruine geliefert habe. „Weil das Gebäude einsturzgefährdet ist, dürfte es aber noch einige Zeit dauern bis die Brandursache ermittelt ist“, sagte die Sprecherin der Behörde. Das Gebäude wurde nach Auskunft von ASAŞ komplett zerstört. An den Löscharbeiten waren ursprünglich etwa 350 Einsatzkräfte beteiligt – darunter auch ein ferngesteuerter Löschroboter.

Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Hallen konnten die Feuerwehrleute verhindern. Verletzte gab es nicht. Das Gebäude soll wieder aufgebaut werden, wie der Aluminiumhersteller mitgeteilt hatte. Den Angaben zufolge hatte dessen Versicherung bereits am Tag nach Ausbruch des Feuers einen Sachverständigen für Untersuchungen beauftragt. Der Sachverständige wiederum habe unter anderem einen Gutachter für chemische Untersuchungen von Brandschäden und einen Statiker mit Untersuchungen beauftragt.

Da in den vom Brand betroffenen Hallenabschnitten lediglich stillgelegte und bereits veräußerte Altanlagen gestanden hätten, sei es durch den Brand nicht zu einer Betriebsunterbrechung gekommen. In den intakten Hallenteilen sei die Arbeit nach dem Brand am Wochenende wieder aufgenommen worden.

© dpa-infocom, dpa:210330-99-29597/3