Archivierter Artikel vom 26.02.2020, 18:20 Uhr
Mainz

Sanierung der Rheingoldhalle kommt voran

Nach dem Brand in der Mainzer Rheingoldhalle vom Mai 2019 kommen die Sanierungsarbeiten an dem bekannten Gebäude am Rheinufer trotz nach wie vor bestehender Unsicherheiten voran. „Bisher ist mir nicht bekannt, wo es irgendwo mal gehakt hat“, sagte Bürgermeister Günter Beck (Grüne), der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) ist, am Mittwoch bei einer Baustellenbegehung. „Die Baustelle läuft sehr rund.“

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten
Sanierung der Rheingoldhalle
Ein Bauarbeiter geht im eingerüsteten Großen Saal eine Treppe hoch.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Noch unklar sei, wann die mit 29,1 Millionen Euro veranschlagten Arbeiten abgeschlossen sein würden, sagte der Geschäftsführer der Rheingoldhallen-Gesellschaft, Martin Dörnemann. „Das Bauen im Bestand ist sowieso kompliziert, was es schwierig macht mit festen Terminen zu planen.“ Man stoße immer wieder auf Überraschungen. Noch unklar ist demnach, ob das durch Löschwasser beschädigte Parkett und der Estrich im Großen Saal komplett ausgetauscht werden müssen. Es müssten noch Auswertungen von Proben abgewartet werden.

Bis Ende des Jahres müsse zumindest die energetische Sanierung des Baus abgeschlossen sein, sagte Beck. Der Grund seien Fördermittel aus einem Kommunalen Investitionsprogramm in Höhe von 4,6 Millionen Euro, die ansonsten nicht abgerechnet werden könnten. Daher werde intensiv an der „hochkomplexen Baustelle“ mit rund 60 Arbeitern gearbeitet.

Am 16. Mai vergangenen Jahres war an einer Mauerfuge der Halle ein Brand ausgebrochen. Funken eines Schweißgeräts hatten nach Auffassung eines Brandsachverständigen Fugenmaterial zum Glimmen gebracht. Die Glut fraß sich langsam nach oben und entfachte das Feuer an der Dachkonstruktion. Bei den Lösch- und Aufräumarbeiten wurde noch Asbest in der Konstruktion entdeckt. Die MAG hatte den Schaden Ende 2019 auf drei bis fünf Millionen Euro geschätzt.