Saarbrücken

Saar-Regierung berät über Rückkehr zu Vollpräsenz an Schulen

Das saarländische Bildungsministerium strebt für alle Schüler die Rückkehr zum gemeinsamen Unterricht in den Klassenräumen nach den Pfingstferien an. Zwingende Voraussetzung sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liege, teilte der Sprecher des Bildungsministeriums am Montag in Saarbrücken mit. Ministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) habe eine Vorlage zum Wiedereinstieg in den Unterricht in Vollpräsenz ab dem 31. Mai für diesen Dienstag zur Beratung im Ministerrat angemeldet.

Von dpa/lrs
Schule-Symbolbild
Schwamm und Kreide liegen in einem Klassenraum unter einer Tafel.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Derzeit gibt es für die rund 120 000 Schüler im Saarland Wechselunterricht, das heißt, sie lernen im Wechsel von zuhause und im Klassenzimmer. Nach früheren Plänen sollten die Schulen bereits am 19. April wieder vollständig in Präsenzunterricht zurückkehren. Wegen gestiegener Infektionszahlen entschied man sich dann aber zunächst für eine Fortsetzung des Wechselbetriebs.

Ab dem 3. Mai hatte es im Regionalverband Saarbrücken nach der Vorgabe der Bundes-Notbremse sogar eine Woche nur Distanzunterricht gegeben, nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei Tagen hintereinander über 165 gelegen hatte. Seit dem 10. Mai heißt es da auch wieder Wechselunterricht.

Für den Wiedereinstieg in Vollpräsenz strebt das Ministerium „im Sinne des Saarland-Modells“ an, die Regelungen zum Schulbetrieb für den Schwellenwert von einer Inzidenz unter 100 auf Landesebene anzupassen. Beispiel: Liege die Inzidenz auf Landesebene insgesamt stabil bei 80, in einem Landkreis aber drei Tage in Folge knapp über 100, dann würde in allen Kreisen außer dem Kreis mit dem Wert über 100 Unterricht in Vollpräsenz stattfinden, hieß es.

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