Archivierter Artikel vom 07.04.2020, 19:10 Uhr

Saarland will Forschung zum Coronavirus vorantreiben

Saarbrücken (dpa/lrs) – Die saarländische Landesregierung will Forschungsprojekte zur Bewältigung der Corona-Pandemie vorantreiben. Nach einer Videokonferenz mit mehreren Experten von Kliniken teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Saarbrücken mit, Forschung sei ein wesentlicher Baustein, damit die Covid-19-Erkrankung zurückgedrängt werden könne. „Deshalb brauchen wir dringend Forschungsprogramme, um die Viruserkrankung möglichst bald eindämmen und die Sterblichkeit senken zu können.“

Multiwell-Platte für eine Polymerase-Kettenreaktion
Eine Labor-Mitarbeiterin hält eine Multiwell-Platte für eine Polymerase-Kettenreaktion.
Foto: Sven Hoppe/dpa/Illustration

Ziel einer jetzt gestarteten Studie mit der Bezeichnung CORSAAR sei es, den Erkrankungsverlauf besser vorhersagen zu können, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren und über molekulare Analysen so bald wie möglich neue Therapieverfahren zu entwickeln, erklärte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). „Im Rahmen der Studie werden die saarländischen Forscher und Kliniken bundesweit und weltweit eng mit ähnlichen Studien zusammenarbeiten.“

Außerdem kündigte die Staatskanzlei die Förderung für ein Forschungsvorhaben zur Überprüfung von Corona-Testsystemen mit 200 000 Euro an. Mit neuartigen Tests könne es künftig möglich werden, gezielt immunes Personal in Kliniken und Pflegeheimen einzusetzen. Auch sogenannte Schnelltests, die in kürzester Zeit virale Antigene nachweisen können, sollen Gegenstand der Forschung sein.