Saarbrücken

Saarland verlängert Corona-Modellprojekt

Das saarländische Modellprojekt mit Corona-Lockerungen auf der Basis von Schnelltests wird fortgesetzt, jedoch unter teils verschärften Vorgaben. Das teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken am Samstag nach einer Sitzung des Ministerrates mit Experten am Vortag mit. Die derzeit gültige Rechtsverordnung werde um eine Woche zu verlängert. Somit bleibt es bei der bisherigen Ampelstufe Gelb, aber das Testangebot und die Testpflicht sollen ausgeweitet werden. Bei einer roten Ampel werden laut Landesregierung alle bisherigen Öffnungsschritte zurückgenommen und ein „konsequenter Lockdown“ eingeführt.

Von dpa/lrs

Der Ministerrat habe unter anderem beschlossen, dass es bei der Testpflicht in der Außengastronomie, im Theater und bei Konzerten keine Ausnahmen mehr gibt – alle Personen müssen ein negatives Testergebnis vorlegen. In allen Bereichen, in denen bisher die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bestand muss laut Staatskanzlei künftig eine Maske angezogen werden, die mindestens dem Standard einer OP- oder FFP2-Maske entspricht. Außerdem sollen die polizeilichen Corona-Kontrollen ausgeweitet werden, an den Grund- und Förderschulen soll eine Testpflicht und für die Kitas ein freiwilliges Testangebot vorbereitet werden.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, hatte am Freitag bei 131 gelegen, nach 128,7 am Donnerstag.

Seit dem 6. April läuft im Saarland ein bundesweit beachtetes Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Schnelltests setzt. Neben der Außengastronomie durften unter anderem auch Fitnessstudios und Theater wieder öffnen – für jene, die einen tagesaktuellen negativen Test dabeihaben. Seit Montag steht die Ampel bereits auf Gelb – weil die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 100 gestiegen war.

© dpa-infocom, dpa:210417-99-242385/2

Das Saarland-Modell

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