Saarland: Mehr Ermittlungsverfahren wegen häuslicher Gewalt

Saarbrücken (dpa/lrs) – Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen häuslicher Gewalt ist im ersten Halbjahr dieses Jahres im Saarland gestiegen. Von Januar bis Juni seien 1213 Personen beschuldigt worden, teilte das Justizministerium der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken mit. Im Vergleichzeitraum von 2018 hatten noch 1149 Beschuldigte in der Liste gestanden, ein Jahr zuvor waren es 1147. Das Ministerium wies darauf hin, bei einer beschuldigten Person könnten mehrere Tatvorwürfe zusammengefasst werden.

Häusliche Gewalt
Eine Frau versucht, sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen (gestellte Szene).
Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Illustration

Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung legten in 2020 um sechs Prozent auf 702 zu, die wegen Bedrohung um 5,7 Prozent auf 111. Bei Verfahren wegen Sachbeschädigung (83) standen 50 Prozent mehr in der Tabelle, bei Nachstellung (53) waren es 17 Prozent mehr. Bei dem Verdacht auf gefährliche Körperverletzung waren es 113 Verfahren – und damit gut acht Prozent weniger.