Archivierter Artikel vom 05.03.2021, 18:10 Uhr
Saarbrücken

Saarland lockert die Regeln: Sport im Freien wieder möglich

Die Landesregierung des Saarlands lockert wie angekündigt die Corona-Regeln. Von Montag (8. März) an dürfen unter anderem Gärtnereien, Buchhandlungen und Blumenläden sowie Tattoo- und Piercingstudios wieder öffnen. Im Einzelhandel können Geschäfte wieder einen Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche empfangen, wenn sie zuvor einen Termin für einen begrenzten Zeitraum mit ihm vereinbart haben. Auch Museen und Galerien dürfen mit vorheriger Terminbuchung wieder besucht werden.

Von dpa/lrs
Tobias Hans (CDU)
Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlands, spricht.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

„Mit den behutsamen Öffnungsschritten – verbunden mit einem Sicherheitsnetz aus mehr Tests – wollen wir den schwierigen Spagat zwischen Gesundheitsschutz und dem verständlichen Bedürfnis nach mehr Freiheiten bewältigen“, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Freitag in Saarbrücken. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) erklärte: „Das Öffnungskonzept ist ein sehr streng getakteter Fahrplan raus aus dem Dauer-Lockdown.“

Die vom Kabinett beschlossene Verordnung gilt zunächst bis zum 21. März – grundsätzlich werden die Corona-Verordnungen des Landes auf zwei Wochen befristet. Die Landesregierung hatte aber angekündigt, dass auch im Saarland der Lockdown bis zum 28. März verlängert wird. Darauf hatten sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt.

Im Saarland werden nun auch die bislang strengen Beschränkungen bei privaten Treffen gelockert. Es dürfen wieder zwei Hausstände zusammenkommen – mit maximal 5 Personen plus Kindern bis 14 Jahren. Auch kontaktfreier Sport im Freien mit maximal 5 Personen ist wieder möglich, bei Kindern bis 14 Jahre sind Gruppen von 10 Personen erlaubt. Für Außenbereiche etwa von Fitnessstudios können Einzeltermine vergeben werden.

Erste Öffnungsschritte hat es bereits gegeben. Seit dem 1. März sind Friseurbetriebe unter strengen Auflagen wieder geöffnet. Zudem ist ein Einkauf in Außenbereichen von Gärtnereien wieder möglich sowie ein „Termin-Shopping“ in Läden mit maximal zwei Personen aus einem Hausstand.

Seit dem 22. Februar sind die Grundschulen im Wechselunterricht und die Kitas wieder im Regelbetrieb. Am Montag (8. März) folgen nun die Klassen 5 und 6 in den Wechselbetrieb zwischen Unterricht im Klassenraum und Lernen von zu Hause aus. Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2022 haben dann Präsenzunterricht. Ab dem 15. März sollen die restlichen Jahrgangsstufen in den Wechselunterricht folgen, teilte das Bildungsministerium mit.

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Mitteilung Staatskanzlei