Archivierter Artikel vom 17.01.2020, 18:30 Uhr

Saarländische Narren legen Streit um Prinzessinnenpaar bei

Saarbrücken (dpa/lrs) – Der Streit um den Ausschluss eines lesbischen Paares von der Wahl zum saarländischen Prinzenpaar des Jahres ist nach einem Treffen beider Seiten beigelegt worden. An dem Wettbewerb dürften gleichgeschlechtliche Prinzenpaare teilnehmen, teilten der Verband Saarländischer Karnevalsvereine und die Karnevalsgesellschaft Die Rebläuse Kleinblittersdorf am Freitag in einer Erklärung mit.

Lesezeit: 1 Minuten
Heike II. und Ute I.
Das karnevalistische Prinzesinnenpaar Heike II. und Ute I. (l-r).
Foto: Die Rebläuse/Stefan Jung/dpa/Archivbild

Allerdings werde das Prinzessinnenpaar Heike II. und Ute I. trotz der nun vorhandenen Möglichkeit nicht bei dem Wettbewerb am 26. Januar in Riegelsberg antreten. „Sie wollen durch ihren höheren Bekanntheitsgrad den Wettbewerb nicht verzerren“, teilten beide Seiten mit. Das Paar wolle jedoch anwesend sein und „mitfiebern“.

Die Rebläuse hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass das Paar mit Verweis auf das Regelwerk von der Wahl ausgeschlossen sei. Der Verein werde „diese homophobe Regelung und diese Ausgrenzung“ aber nicht dulden.

Der in die Kritik geratene Verband Saarländischer Karnevalsvereine wies die Unterstellung einer homophoben Haltung klar zurück. „Wir verwahren uns dagegen“, hatte Präsident Hans-Werner Strauß gesagt. „Wir haben eine lange Tradition. Und wir sind offen.“

Stefan Jung von der Karnevalsgesellschaft Die Rebläuse sprach von einem „schönen Gespräch“ mit einem guten Ergebnis. Er habe stets betont, dass die Regelung homophob sei, nicht aber der Verband. „Dass die Verantwortlichen jetzt von manchen in diese Ecke gedrängt werden, ist absolut nicht in Ordnung“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die Rebläuse

Verband