Archivierter Artikel vom 03.04.2020, 19:10 Uhr

Saar-Innenminister kündigt verstärkte Polizeipräsenz an

Saarbrücken (dpa/lrs) – Zur Einhaltung der Corona-Regeln hat der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) eine verstärkte Polizeipräsenz angekündigt. Es werde „mit Nachdruck“ dafür gesorgt, „dass die Regeln der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingehalten werden. Verstöße werden konsequent geahndet und zur Anzeige gebracht“, sagte der Minister.

Polizei in Saarbrücken
Ein Wagen der Polizei fährt am Staden Streife.
Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

Polizeidienststellen vor Ort sollten mit Unterstützungskräften von Bereitschaftspolizei und operativer Einheit „wichtige Punkte im Saarland umfassend überwachen“, und das nicht nur am Wochenende. Nach einem seit vergangenen Mittwoch geltenden Bußgeldkatalog werden Verstöße gegen die Verordnung im Zuge der Corona-Pandemie „mit empfindlichen Bußgeldern bis hin zu Strafanzeigen geahndet“.

So droht jemandem, der seine Wohnung ohne triftigen Grund wie Einkaufen oder Arbeiten verlässt, ein Bußgeld von bis zu 200 Euro. Wer sich in der Öffentlichkeit mit mehr als einer nicht im Haushalt lebenden Person aufhält, muss mit einer Strafe von bis zu 200 Euro rechnen. Und wer gegen das Verbot verstößt, an einer öffentlichen Versammlung teilzunehmen, muss mit bis zu 400 Euro rechnen.

Oberstes Ziel der Landesregierung sei es weiterhin, einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und ein leistungsfähiges Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten, sagte Bouillon.

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