Archivierter Artikel vom 02.03.2021, 15:30 Uhr
Saarbrücken

Saar-Gesundheitsministerin fordert Impfstoff für Grenzländer

Die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, Länder in Grenzregionen mit mehr Impfstoff zu versorgen, als bislang vorgesehen. „Wir wollen alles machen, nur keine Grenzen schließen. Das ist das allerletzte Mittel, was in Frage käme“, sagte Bachmann am Dienstag vor Journalisten.

Von dpa/lrs
Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet
Eine Impfung wird vorbereitet.
Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa/Symbolbild

Hintergrund ist, dass die benachbarte Region Moselle durch das Robert Koch-Institut als Virusvariantengebiet eingestuft worden ist. Pendler müssen seit Dienstag einen negativen Corona-Test mit sich führen, der nicht älter ist als 48 Stunden.

Gerade in einer Region, in der die Inzidenz höher sei, wäre es nach Ansicht der Ministerin „wirklich gerecht“, wenn der Bundesminister ihrer Bitte zustimme und Grenzregionen wie dem Saarland, aber auch anderen Bundesländern mit anderen Grenzen, in den nächsten Monaten mehr Impfstoff zuteile.

Eine Größenordnung zur gewünschten Impfmenge habe sie in dem Schreiben nicht genannt, so Bachmann auf Nachfrage. Sie werde ins Detail gehen, wenn er ihr geantwortet habe. Am kommenden Montag sei eine vierstündige Gesundheitsministerkonferenz angesetzt, und sie gehe davon aus, „dass wir bis dahin auch vorher ein Gespräch geführt haben“.

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