Archivierter Artikel vom 26.01.2021, 11:10 Uhr
Koblenz/Mainz

Razzia bei mutmaßlichen IS-Terror-Finanzierern

Polizisten haben am frühen Dienstagmorgen sieben Wohnungen von mutmaßlichen IS-Terror-Finanzierern in Rheinland-Pfalz durchsucht. Bei der Razzia in Ludwigshafen, Kaiserslautern, Trier und im pfälzischen Germersheim stellten sie zahlreiche Beweismittel wie beispielsweise Handys sowie geringe Mengen Haschisch sicher. Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz in Mainz mit.

Von dpa/lrs
Blaulicht Polizei
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Sieben Männer und eine Frau im Alter von 22 bis 58 Jahren stehen im Verdacht, 2016 und 2017 Geld an Finanzagenten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) überwiesen zu haben, um deren bewaffneten Kampf in Syrien und im Irak mitzufinanzieren. „Das ist ein weltweites Phänomen“, sagte der Koblenzer Generalstaatsanwalt Jürgen Brauer. Die mutmaßlichen Einzelzahlungen seien niedrig gewesen – aber in der globalen Gesamtsumme komme viel zusammen.

Festgenommen wurde vorerst niemand. Der Razzia waren mehrmonatige Ermittlungen vorausgegangen. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Landeszentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus Rheinland-Pfalz bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz.

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