Archivierter Artikel vom 19.01.2020, 09:50 Uhr

Räder stehen auch 2020 still: Kein „World-Klapp“-Kultrennen

Ludwigshafen (dpa/lrs) – Schon wieder kein „World-Klapp“: Die Veranstalter des Kultrennens verlängern ihre kreative Pause und organisieren auch 2020 keinen Wettbewerb für Klappradfahrer mit Oberlippenbart. „Wir sind einige Optionen durchgegangen, unter anderem auch in Speyer, Haßloch oder Ludwigshafen – wo unsere Wurzeln sind“, sagte ein Sprecher der Organisatoren der Deutschen Presse-Agentur. Aber der Aufwand sei doch recht groß gewesen.

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Ein Klappradfahrer
Alfons vom Team „KlABBA“ fährt sich vor dem Start des World-Klapp 2016 warm.
Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

„Es war neben anderen Dingen einfach nicht seriös zu schaffen“, meinte der Sprecher. Und augenzwinkernd fügte er hinzu: „2020 ist ein Schaltjahr, und wir fahren ja ohne Schaltung – vielleicht liegt es daran.“ Das letzte von bisher sechs Rennen hatte 2017 stattgefunden.

Der Pfälzer Klappverein als Veranstalter stellt an Teilnehmer besondere Anforderungen: Sie müssen unter anderem einen Oberlippenbart tragen – notfalls angeklebt. Die Bärte sollen das Gefühl der 1970er Jahre aufleben lassen, die Blütezeit der Klappräder. Viele Teilnehmer kommen in Kostümen, etwa als Superman. Es gewinnt das schnellste Team. Das „World-Klapp“-Rennen fand bereits in Berlin, Mannheim, Ludwigshafen und im pfälzischen Schopp statt.

„Wir sind offen für einen starken Partner, um die Veranstaltung besser stemmen zu können und das Niveau hoch zu halten“, sagte der Sprecher. „Falls also jemand Energie für eine große Veranstaltung hat – das ist durchaus ernst gemeint.“ Für 2020 komme dies nicht mehr infrage. „Wir brauchen Vorlauf.“ Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass der Wettbewerb künftig einmal in einem anderen Bundesland stattfinde. So sei ein „World-Klapp“ etwa im Ruhrgebiet denkbar.