Mainz

Prozess um Betrug bei Ring-Ausbau: Ex-Frau als Zeugin

Seit Ende Oktober läuft vor dem Mainzer Landgericht in Sachen Nürburgring-Ausbau der Betrugsprozess gegen den Schweizer Geschäftsmann Urs Barandun, nun biegt er auf die Zielgerade ein. Am (morgigen) Montag (11.00 Uhr) ist die frühere Ehefrau des Angeklagten als Zeugin geladen. Es wird erwartet, dass es nach ihrer Befragung nicht mehr lange bis zur Schließung der Beweisaufnahme dauert. Der Angeklagte überreichte 2009 Verantwortlichen der Nürburgring GmbH ungedeckte Schecks eines vermeintlich milliardenschweren US-Investors.

dpa/lrs
Statue der Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Foto: David Ebener/Archiv – dpa

Mit dem Geld sollte einst der Freizeitpark an der Strecke finanziert werden. Das ging gründlich schief, das Land musste einspringen, im Zuge dessen trat der damalige rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) zurück. Er wurde 2014 vom Landgericht Koblenz wegen Untreue zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Ein neuer Prozess gegen Deubel beginnt am Donnerstag (30. Januar) vor dem Koblenzer Landgericht.

Barandun wird in Mainz Urkundenfälschung vorgeworfen. Er soll gewusst haben, dass die Schecks ungedeckt waren, was er bestreitet. Er habe nie einen Fälschungsvorsatz gehabt, bei den Schecks habe es sich um Originalschecks zu einem Konto bei einer US-Bank gehandelt.

Terminankündigung des Landgerichts Mainz