Kaiserslautern

Provokationen am Fritz-Walter-Stadion

Nur 3. Liga, aber ein Derby zweier Traditionsclubs: Der 1. FC Kaiserslautern brauch gegen Aufsteiger Saarbrücken wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Marco Antwerpen
Der Kaiserslauterns Trainer Marco Antwerpen gestikuliert.
Foto: Uwe Anspach/dpa

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Vor dem Südwest-Derby des 1. FC Kaiserslautern gegen den 1. Saarbrücken haben die abstiegsbedrohten Gastgeber eine heftige Provokation hinnehmen müssen. Unbekannte hängten in der Nacht zum Donnerstag am Fritz-Walter-Stadion ein beleidigendes Plakat mit Bezug auf die Lauterer Club-Ikone Fritz Walter und die derzeitige sportliche Notlage auf und stellten mehrere Friedhofskreuze und einen Sarg auf, wie auf Fotos in Fanforen zu sehen ist.

FCK-Trainer Marco Antwerpen verurteilte die Aktion bei der Online-Pressekonferenz aufs Schärfste. „Mir fällt es immer schwer über solche Aktionen zu sprechen, weil sie einfach geschmacklos sind. Am besten sollte man darüber gar nicht berichten und so etwas gar keine Aufmerksamkeit schenken“, sagt er. Kaiserslautern liegt vor der Partie am Samstag (14.00 Uhr) gegen den Aufsteiger aus dem Saarland als Tabellen-18. drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt.

Derweil plagen die Lauterer auch Personalsorgen. „Wir haben noch einige angeschlagene Spieler. Jean Zimmers Einsatz ist noch fraglich. Da steht noch ein Arztbesuch aus“, sagte Antwerpen. Auch Marvin Senger, Felix Götze und Tim Rieder konnten in dieser Trainingswoche nicht das gesamte Programm absolvieren. Anil Gözütok und Alexander Winkler sind gesperrt, Kevin Kraus fehlt wie schon beim 1:1 in Lübeck aufgrund eines Muskelfaserrisses.

Carlo Sickinger steht dagegen nach rund achtwöchiger Verletzungspause wieder zur Verfügung. „Jeder Spieler, der zurückkommt, hilft uns momentan. Wir sind froh, dass Carlo wieder da ist“, so der 49-jährige Coach. Gegen Saarbrücken solle sich sein Team auf die eigenen Stärken konzentrieren. Die vergangene Englische Woche mit drei Spielen in sieben Tagen sei sehr kräftezehrend gewesen. Entsprechend hat Antwerpen auch das Training in dieser Woche etwas angepasst.

„Wir sind bemüht darum, dass die Akkus wieder aufgeladen sind und haben beim Sieg in Mannheim gezeigt, dass wir Derbys können. Das ist uns allen noch in Erinnerung und dementsprechend wollen wir das zweite Derby jetzt auch gewinnen“, sagte er. Die Bedeutung des Spiels sei allen im Club bewusst.

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Spieltag und Tabelle 3. Liga

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