Archivierter Artikel vom 09.04.2020, 03:10 Uhr
Mainz

Produktion auf Schutzausrüstung umstellen: Behörden helfen

Schutzmasken und -kittel, Desinfektionsmittel, Probenröhrchen und Einmalhandschuhe sind in der Corona-Krise weltweit gefragt und immer schwerer zu beschaffen. Damit Firmen, die ihre Produktion auf die gefragte Schutzausrüstung umstellen wollen, nicht von einer Behörde zur anderen laufen müssen, hat das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung ein Team gebildet. Es soll Hürden abbauen und „den Prozess des Inverkehrbringens“ der Ausrüstung beschleunigen, wie der Präsident des Landesamtes Detlef Placzek der Deutschen Presse-Agentur in Mainz sagte.

dpa/lrs
Schutzausrüstung
In durchsichtigen Hüllen eingepackte Atemschutzmasken der Kategorie FFP3 liegen auf einem Haufen.
Foto: Christian Beutler/KEYSTONE/dpa/Symbolbild

In dem Team seien Mitarbeiter aus seiner Behörde, dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium vertreten. „Wir wollen helfen, die Produktion an den Markt zu bringen.“ Die Firma Liquisign nannte Placzek als Beispiel. Das Unternehmen produziere geeignete Schutzkittel, die aber noch nicht die notwendige Zertifizierung als Medizinprodukt hätten.

Die Landesregierung stehe im engen Austausch mit Unternehmen, um die Produktion von Schutzausrüstung, Desinfektionsmitteln und medizinischem Gerät anzukurbeln, teilte die Staatskanzlei mit. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Placzek sind heute dabei, wenn etwa 20 000 Liter Desinfektionsmittel des Unternehmens Chemische Fabrik Dr. Stöcker GmbH & Co. KG in der Kurmainz-Kaserne angeliefert werden. Von der Kaserne wird das Desinfektionsmittel an die Abnehmer weiter verteilt.

Homepage Liquisign

Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgungg