Archivierter Artikel vom 21.01.2020, 12:40 Uhr
Mainz

OB Ebling will Landesgartenschau 2026 nach Mainz holen

Die nächste Landesgartenschau ist 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Vier Jahre später soll es erneut eine geben. Mainz hat schon den Hut in den Ring geworfen.

dpa/lrsLesezeit: 2 Minuten
Tulpen blühen auf einer Landesgartenschau
Tulpen blühen einer der Landesgartenschau.
Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Mainz (dpa/lrs). Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) will die Landesgartenschau 2026 nach Mainz holen. Die Austragung „wäre eine große Chance, öffentliche Grün- und Naherholungsflächen in der Landeshauptstadt aufzuwerten und dabei unser kulturelles Erbe stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, sagte Ebling am Dienstag in Mainz. Zuvor hatte Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) den Start des Bewerbungsverfahrens verkündet. Interessierte Kommunen können sich bis zum 15. Oktober dieses Jahres bewerben, die Ausrichterstadt soll 2021 bekannt gegeben werden.

„Ich denke da in erster Linie an ein grünes Band der Kultur von den Wallanlagen über das Römische Theater und die Zitadelle bis zum Rheinufer. Gerade Spuren aus der Römerzeit und dem Mittelalter finden sich hier wieder“, sagte Ebling. „Wenn es uns gelingt, dieses historische Erbe im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für eine solche Gartenschau mit attraktiven Grünflächen zu verbinden und weiterzuentwickeln, dann wäre das ein großer Gewinn für unsere Stadt.“ Ebling kündigte an, er wolle seinen Vorschlag dem Stadtrat unterbreiten und dafür mit allen Fraktionen sprechen.

Wissing sagte: „Unsere Landesgartenschauen bieten Städten und Regionen die Möglichkeit, sich neu zu erfinden und dabei Orte zu schaffen, die zu echten Publikumsmagneten werden können.“ Diese Veranstaltungen brächten auch langfristig Freizeit- und Erholungsräume in die Städte. Erstmals könnten sich auch kleinere Kommunen zusammenschließen und sich bewerben. Eine frühzeitige und kontinuierliche Bürgerbeteiligung werde künftig ebenfalls groß geschrieben.

Investitionen zur Verwirklichung der gärtnerischen, landschaftsplanerischen und städtebaulichen Ziele könnten von der Landesregierung bezuschusst werden. Ein Beirat unter Leitung des Wirtschaftsministeriums wird die eingereichten Konzepte bewerten, bevor der Ministerrat voraussichtlich 2021 die Entscheidung über den Landesgartenschau-Gastgeber 2026 treffen wird.

Die nächste Landesgartenschau ist 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler geplant. Es ist nach Kaiserslautern (2000), Trier (2004), Bingen (2008)und Landau (2015) die fünfte im Bundesland.

Rheinland-Pfalz über seine Landesgartenschauen