Archivierter Artikel vom 06.08.2020, 10:20 Uhr
Saarbrücken/Wadgassen

Mutmaßliches Verbrechen: Polizei will Waldstück absuchen

29 Jahre nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt will die Polizei im Saarland ein Waldstück bei Wadgassen nach den sterblichen Überresten des Opfers absuchen. Das Gelände werde seit Mittwoch vorbereitet: Man entferne Sträucher und Geäst, sagte ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums am Donnerstag in Saarbrücken. Die richtige Suche, bei der auch Leichenspürhunde zum Einsatz kommen sollten, werde Anfang nächster Woche beginnen.

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Polizeifahrzeuge stehen mit eingeschaltetem Blaulicht
Polizeifahrzeuge stehen mit eingeschaltetem Blaulicht.
Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

„Im Zuge der Ermittlungen gibt es jetzt neue Hinweise, wonach die Leiche in diesem Waldgebiet vergraben wurde“, sagte der Sprecher. Vor wenigen Tagen hatte die Polizei drei tatverdächtige Männer im Alter von 53 bis 55 Jahren verhaftet. Die drei Deutschen mit heutigen Wohnorten im saarländischen Heusweiler und Riegelsberg sowie in Berlin sollen den damals 27-jährigen Mann in einem Wald bei Wadgassen umgebracht und die Leiche anschließend dort vergraben haben, hieß es.

Das betreffende Waldstück sei mehrere 100 Quadratmeter groß und solle Stück für Stück abgesucht werden, sagte der Polizeisprecher. „Wir hoffen, dort noch fündig zu werden.“ Man wisse aber auch, dass die Erfolgsaussicht nach fast drei Jahrzehnten „nicht zu 100 Prozent gegeben ist“. Nach den Vorbereitungen solle das Gelände noch ein paar Tage über das Wochenende „ruhen, damit die Hunde dann auch die Möglichkeit haben, was zu erschnüffeln“.

Der Mann aus Völklingen gilt seit 1991 als vermisst. Damalige Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf seinen Verbleib. Im Mai dieses Jahres habe es dann „Andeutungen aus dem Umfeld der jetzt Beschuldigten“ gegeben, dass diese für den Tod des Vermissten verantwortlich seien. Ermittlungen hätten den Verdacht erhärtet.