Archivierter Artikel vom 04.06.2020, 16:50 Uhr

Mutmaßlicher Brandstifter wegen versuchten Mordes in Haft

Saarbrücken (dpa/lrs) – Nach einer mutmaßlichen Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus in Saarbrücken sitzt ein 37-Jähriger wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Der Mann aus Hof in Bayern soll am frühen Mittwoch nach einem Streit mit seiner in dem Haus wohnenden Ex-Freundin im Gebäudekeller Gegenstände angezündet haben, teilte die Polizei am Donnerstag in Saarbrücken mit. Nur weil die Wasserleitung beschädigt gewesen sei, habe sich das Feuer nicht weiter ausbreiten können, so dass alle zwölf Bewohner des Hauses unverletzt blieben.

Feuerwehr
Einsatzfahrzeug der Feuerwehr.
Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Einige Personen hätten in der Nacht von der Feuerwehr aus dem dreistöckigen Haus gerettet werden müssen. Der mutmaßliche Täter wurde am Tatort mit einer blutenden Wunde am Arm angetroffen. Diese habe er sich wohl zugezogen, als er das Glas der Hauseingangstür einschlug, hieß es von der Polizei. Der Haftbefehl erging zudem wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der 37-Jährige ist nach Polizeiangaben in Nigeria geboren. Zu seiner Staatsangehörigkeit lagen zunächst keine Informationen vor.