Archivierter Artikel vom 02.07.2020, 13:00 Uhr
Limburg

Mord mit Auto und Axt: Gericht verkündet Urteil am Freitag

Im Mordprozess um einen brutalen Angriff auf eine Frau mitten in Limburg soll an diesem Freitag (3.7./14.00) das Urteil verkündet werden. Das teilte das Landgericht Limburg am Donnerstag mit. Angeklagt ist der 34-jährige Ehemann, der zum Tatzeitpunkt getrennt von der Frau und den beiden gemeinsamen Kindern lebte. Der deutsche Staatsbürger hatte den Ermittlungen zufolge im Oktober 2019 die Frau erst mit einem Mietwagen auf der Straße angefahren und dann mit einer Axt auf sie eingeschlagen. Einem rechtsmedizinischen Gutachten zufolge erlitt die 31-Jährige schon bei dem Zusammenprall mit dem Auto tödliche Verletzungen.

Justitia-Statue
Justitia-Statue.
Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Die Staatsanwaltschaft forderte nach Angaben des Gerichts bei dem Verhandlungstag am Mittwoch für die Tat eine lebenslange Haftstrafe mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Das würde bedeuten, dass eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen ist. Außerdem solle dem Mann der Führerschein entzogen werden, er soll ihn auch nie wieder bekommen dürfen. Die Verteidigung beantragte eine Freiheitsstrafe von maximal zehn Jahren. Die Nebenklage verlangte ebenfalls eine lebenslange Freiheitsstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Das Paar hatte in Rheinland-Pfalz gelebt. Zum Zeitpunkt der brutalen Attacke wohnte die 31-Jährige mit den zwei gemeinsamen Kindern in einem Limburger Frauenhaus.