Archivierter Artikel vom 07.12.2019, 08:10 Uhr
Berlin

Ministerpräsident Hans: AKK nach Parteitag gestärkt

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans sieht CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nach dem Parteitag in Leipzig gestärkt. Der Parteitag habe sich zu Kramp-Karrenbauer bekannt, und er habe sich zum Prinzip bekannt, „dass wir, wenn es soweit ist, die Kanzlerkandidatur in der bewährten Manier festlegen“, sagte der Christdemokrat der Deutschen Presse-Agentur – auch vor dem Hintergrund der wackeligen Großen Koalition mit der SPD. Eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur stehe im Moment nicht an, fügte Hans hinzu. „Das machen wir dann, wenn es soweit ist.“

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Tobias Hans
Tobias Hans bei einem Termin.
Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Das neue SPD-Führungsduo Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken steht der Großen Koalition zwar kritisch gegenüber und will mit der Union über Nachbesserungen verhandeln. Einen Ausstieg will das Duo aber im Moment nicht. Sie wollen die Partei jedoch weiter nach links rücken.

Auch die deutliche Ablehnung des Parteitags für eine Urabstimmung über die Kanzlerkandidatur habe gezeigt, dass die Partei geschlossen hinter der Vorsitzenden stehe, sagte das CDU-Präsidiumsmitglied weiter. Mit Blick auf Kramp-Karrenbauers Konkurrenten Friedrich Merz sagte Hans, die CDU sei immer dann stark gewesen, wenn es zu unterschiedlichen Themen unterschiedliche Köpfe gegeben habe. „Deswegen gibt es auch einen Raum für Friedrich Merz.“ Aber das müsse in Geschlossenheit stattfinden. „Und hier hat Friedrich Merz, glaube ich, auf dem Parteitag gut die Kurve gekriegt.“

Ungeachtet der neuen Situation in der SPD sagte Hans, der Plan sei, dass es nicht zu einem Ausstieg aus dem Regierungsbündnis komme, „dass wir so, wie das Ganze vom Bürger vorgesehen ist, auch die ganze Legislaturperiode hindurch regieren können“. Er fügte hinzu: „Wir haben eine Bundeskanzlerin, die heißt Angela Merkel. Wir haben eine Parteivorsitzende, die heißt Annegret Kramp-Karrenbauer. Und ich finde, wir leisten in der Regierung eine gute Arbeit.“