Saarbrücken

Gesundheit

Mehr Keuchhusten-Fälle: Ministerium ruft zur Impfung auf

Von dpa/lrs
Frauenärzte raten Schwangeren zur Keuchhusten-Impfung
ARCHIV - Ein Impfbuch mit markierten Feldern. Foto: Daniel Karmann/dpa

Bundesweit steigen die Keuchhusten-Fälle. Besonders für Neugeborene kann die Krankheit gefährlich werden.

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Saarbrücken (dpa/lrs) – Angesichts bundesweit steigender Fallzahlen von Keuchhusten hat das saarländische Gesundheitsministerium zur Impfung gegen die Krankheit aufgerufen. «Es liegt in unserer gemeinsamen Verantwortung, die Ausbreitung von Keuchhusten zu stoppen», sagte der saarländische Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) am Montag. Im Saarland wurden in diesem Jahr bisher 69 Fälle verzeichnet. Deutschlandweit gab es seit Jahresbeginn knapp 6600 gemeldete Fälle. Besonders betroffen sind den Angaben zufolge Kleinkinder und Senioren, aber auch Erwachsene können schwer erkranken.

Da die Impfungen erst im Alter von zwei Monaten erfolgen können, empfehle die STIKO (Ständige Impfkommission) ausdrücklich allen Schwangeren eine Pertussis-Impfung. So sollen Neugeborene geschützt werden, bis sie selbst geimpft werden können. Bislang nehmen Schwangere das Angebot aber nur selten wahr, hieß es. Bei Neugeborenen werden in Deutschland drei Impfungen im Alter von zwei, vier und elf Monaten empfohlen. Erwachsene sollten nach Empfehlung des Ministeriums ihren Impfstatus prüfen. Eine Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten (Pertussis) wird alle zehn Jahre empfohlen.

Die Keuchhusten-Erkrankung beginnt den Angaben zufolge oft mit leichten Erkältungssymptomen, wie Schnupfen oder Husten. Danach folgt der typische starke trockene Husten, der von Atemnot und Erbrechen nach Hustenanfällen begleitet werden kann. Besonders gefährlich ist die Krankheit für Säuglinge, bei denen die Krankheit tödlich verlaufen kann.

Mitteilung Ministerium

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