Archivierter Artikel vom 07.04.2020, 15:00 Uhr
Mainz

Mehr als 4000 Corona-Infektionen

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist bis Dienstag um 3,4 Prozent auf 4052 gestiegen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Der Zuwachs binnen 24 Stunden war damit etwas höher als am Vortag, aber geringer als an jedem Tag der vergangenen Woche. Stark gestiegen ist die Zahl der Todesfälle von mit dem Coronavirus infizierten Menschen: von 33 am Montag auf 43 bis Dienstag (Stand: 10.00 Uhr). Darunter waren sieben in der Stadt Koblenz, fünf im Westerwaldkreis und vier im Kreis Bad Dürkheim.

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten
Coronavirus-Testauswertung im Labor
Coronavirus-Testauswertung im Labor.
Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Archivbild

Die meisten Infektionen mit dem Virus wurden in der Stadt Mainz registriert – bis Montagvormittag waren in der Landeshauptstadt 277 Fälle bekannt. Danach folgten der Kreis Mayen-Koblenz (272) und der Kreis Bad Dürkheim (230). Die Zahlen wurden von den Gesundheitsämtern über die dafür vorgesehene Meldesoftware an das Landesuntersuchungsamt übermittelt, von dort an das Robert-Koch-Institut in Berlin und an das Gesundheitsministerium in Mainz.

334 Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 seien am Montag stationär in Krankenhäusern behandelt worden, 121 von ihnen lagen auf der Intensivstation. Davon mussten 102 Erkrankte beatmet werden, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) im Gesundheitsausschuss des Landtags. Die Zahl der Überwachungsbetten in den Krankenhäusern sei allein im März von 258 auf 327 erhöht worden, die der Beatmungsbetten von 586 auf 854.

Das Versorgungskonzept der Covid-19-Patienten sehe eine Einteilung in fünf Gebiete vor, die regionale Versorgungsnetzwerke bildeten. Die überregionale Steuerung liege beim Ministerium. Das Konzept beinhalte auch einen Alarmplan, wenn 80 Prozent der Kapazitäten ausgeschöpft seien gehe automatisch eine Meldung heraus, dass Kapazitäten woanders genutzt oder neue geschaffen werden müssten. Dafür könnten in zweiter Reihe auch die Reha-Kliniken genutzt werden.

Informationsportal Rheinland-Pfalz zum Corona-Virus