Archivierter Artikel vom 18.08.2019, 09:10 Uhr
Mainz

Mehr als 1,3 Millionen Menschen mit psychischen Problemen

Bei mehr als 1,3 Millionen Rheinland-Pfälzern wurde 2018 eine psychische Störung oder Erkrankung diagnostiziert – das entspricht fast einem Drittel der Bevölkerung. Die häufigsten Leiden waren depressive Episoden (16 Prozent), wie aus der Antwort des Gesundheitsministeriums in Mainz auf eine Große Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht. Auf Platz zwei kamen somatoforme Störungen (12 Prozent) – das sind körperliche Beschwerden, die vor allem auf die Psyche zurückzuführen sind.

dpa/lrs
Karteikarte eines Patienten
Auf der Karteikarte eines Patienten einer Arztpraxis klebt ein Zettel «Neu/Ohne Termin Depression!».
Foto: Arno Burgi/Archivbild – dpa

Die Angaben stammen aus Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz. Zu den Störungen und Erkrankungen gehört ein breites Spektrum, etwa auch Nikotin- und Alkoholsucht, Entwicklungsstörungen oder Demenz.

Bei Kindern und Jugendlichen waren fast 28 Prozent in psychischer Behandlung (657 704). Bei den über 65-Jährigen waren es mit 42 Prozent deutlich mehr.

Große Anfrage und Antwort