Bendorf

„Mamarazza“ holt mit ihrem Alter Fürstin Leonilla ein

Die Fotografin „Mamarazza“ (101) hat mit ihren 101 Jahren ein anderes langlebiges Mitglied der Fürstenfamilie zu Sayn-Wittgenstein-Sayn eingeholt. „Meine Mutter Marianne ist seit Mittwoch (1.9.) auf den Tag genauso alt wie einst Fürstin Leonilla gelebt hat“, sagte Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn in Bendorf-Sayn bei Koblenz der Deutschen Presse-Agentur. „Sie ist sehr glücklich darüber und gesund und wohlauf.“

«Mamarazza»
Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn gestikuliert.
Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Seine 1919 geborene Mutter Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn hat viele Promis fotografiert, etwa den britischen Kronprinzen Charles, den surrealistischen Künstler Salvador Dalí und James-Bond-Darsteller Sean Connery. Caroline von Monaco hat daher einst liebevoll gescherzt: „Du bist kein Paparazzo, du bist eine Mamarazza.“

Die Fürstin, die bereits mit neun Jahren eine Kamera bekommen hat, ist eine Ururururenkelin der österreichischen Kaiserin Maria Theresia. Sie lebt in München und im österreichischen Fuschl.

Ein Jahrhundert früher hatte Fürstin Leonilla einen engen Draht zu Zaren, der deutschen Kaiserin Augusta und zum Papst. Die 1816 geborene Tochter eines reichen russischen Fürsten heiratete in die Familie zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ein und starb 1918 mit 101 Jahren. Ein Museum in Bendorf-Sayn erzählt unter anderem die Lebensgeschichte von Leonilla und „Mamarazza“.

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