Archivierter Artikel vom 12.08.2020, 13:20 Uhr
Mainz

Mainz-Sportchef Schröder: Kein Druck bei Transfers

Nach Ansicht des Mainzer Sportvorstands Rouven Schröder benötigen die Fußball-Bundesligisten in der Sommer-Transferperiode einen langen Atem. „Der Markt muss sich entwickeln, insbesondere unter dem Einfluss der Corona-Krise. Im Moment meldet sich nicht täglich jemand. Auch die Spieler müssen da umdenken. Es ist nicht so, dass man mal eben so wechseln kann“, sagte Schröder in einem Interview der „Sport-Bild“ (Mittwoch). Sollte der Transfermarkt nicht ins Rollen kommen, könne es sein, dass sich im Kader der 05er „wenig bewegt“.

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten
Mainz-Sportvorstand Schröder
Sportvorstand Rouven Schröder vom 1. FSV Mainz 05.
Foto: Timm Schamberger/dpa/Archivbild

Dennoch gibt sich der 44-Jährige bei der Zusammenstellung der Mannschaft für die neue Saison gelassen. Er gehe davon aus, dass sich die Marktwerte noch verändern und daher werde der Verein „nicht auf Teufel komm raus irgendein Angebot annehmen und Spieler unter Wert abgeben.“ Man sei in der Lage, „Nein sagen zu können“.

Dies gelte auch für Spieler, deren Vertrag im Sommer 2021 ausläuft und die dann ablösefrei wechseln könnten. „Ein bestehender Vertrag bietet Sicherheit. Die Zeiten, dass Spieler ständig mehr Geld verdienen können, sind durch Corona zumindest für den Moment vorbei“, betonte Schröder. Nur wenn es „finanziell absolut passt und man einen Nachfolger bereits an der Hand hat, würde man sich die Dinge anschauen, diskutieren und im Sinne des Vereins aus der Gesamtsituation entscheiden“, sagte er.