Archivierter Artikel vom 25.02.2021, 17:50 Uhr
Mainz

Mainz baut Carsharing-Angebot aus

Mit 50 neuen Standorten will die Stadt Mainz das Carsharing-Angebot von April an vorantreiben. Wie Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) am Donnerstag mitteilte, gehören zu jeder Station zwei Autos. Sie ließen sich im Voraus buchen und könnten an den jeweiligen Station zurückzugeben werden. Auf diese Weise wüssten Nutzer immer genau, wo sie ein Fahrzeug finden können.

Von dpa/lrs
Katrin Eder schaut in die Runde
Katrin Eder (Bündnis90/ Die Grünen), Umwelt- und Verkehrsdezernentin in Mainz.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Mithilfe des Carsharing-Angebots wolle man eine Alternative zum Autobesitz bieten und eine verlässliche Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) schaffen, sagte Eder. Geplant sei, dass die 50 Stellplätze an 25 Standorten im Stadtgebiet angelegt werden. So sollen sämtliche Stadtteile solche Stellplätzen erhalten. Auf diese Weise wolle man auch außerhalb der Innenstadt ein Carsharing-Angebot aufgebauen. Den Zuschlag für die Stationen hat demnach der Anbieter „book-n-drive“ erhalten.

Studien zeigten, dass ein Carsharing-Auto 8 bis 20 private Fahrzeuge ersetzen könne. „Deswegen ist der jetzige massive Ausbau in alle Stadtteile ein wichtiger Zwischenschritt in der Verfügbarkeit eines Carsharing-Angebots“, sagte Eder. Wie die Dezernentin betonte, will die Landeshauptstadt bis 2035 weitestgehend klimaneutral werden. Dazu könnte die Praxis des Carsharings einen Beitrag leisten.

Auch andere rheinland-pfälzische Städte wollen künftig stärker auf das Prinzip des Autoteilens setzen. So hat die Stadt Koblenz einen Verkehrsentwicklungsplan erarbeitet, der die Förderung des Carsharings vorsieht. Dieser Plan beziehe auch Stadtteile jenseits der Innenstadt ein, wie ein Sprecher mitteilte. Auch werde darüber nachgedacht, Carsharing bei größeren Wohnprojekten stärker zu berücksichtigen.

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Meldung der Stadt Mainz