Saarbrücken

Maas: SPD Gewinner, lässt eigene politische Zukunft offen

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat am Sonntagabend nach der ersten Prognose zur Bundestagswahl als Direktkandidat im saarländischen Wahlkreis Saarlouis die Nase vorn. Auch in den anderen Wahlkreisen Saarbrücken, Homburg und St. Wendel lagen die Kandidaten der Sozialdemokraten nach ersten Prognosen vor den Mitbewerbern der CDU. Mit Blick auf seine politische Zukunft in einer neuen Regierung, äußerte sich Maas in Berlin zurückhaltend: „Das ist ja kein Wunschkonzert. Und man hat einen Auftrag für eine Legislaturperiode. Und nur die wirklich Doofen erzählen am Wahlabend, was sie alles werden wollen. „Ich werde alles dafür tun, dass Olaf Scholz Kanzler wird“, fügte er hinzu.

Von dpa/lrs
SPD-Logo
Ein Kameramann steht bei der Wahlparty der Bayern-SPD vor dem Logo der SPD.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Ihm zufolge will die SPD den Auftrag zur Bildung einer Bundesregierung annehmen, auch wenn sich ein knappes Ergebnis abzeichne: „Wir sind diejenigen, die mit am meisten dazugewonnen haben. Die CDU hat deutlich verloren. Insofern glaube ich, ist die Verteilung Gewinner und Verlierer bei dieser Wahl relativ klar“. Daraus ergebe sich ein klarer Regierungsauftrag für Olaf Scholz.

Maas wies zudem darauf hin, dass ein gutes Ergebnis der SPD ein Signal mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr sein könnte. Gelinge es seiner Partei, die meisten Wahlkreise oder gar alle Wahlkreise im Saarland zu erobern, sei dies ein politischer Erdrutsch. „Wenn wir bei den Zweitstimmen vorne liegen ist das die Ausgangslage für die Landtagswahl und da werden die Karten völlig neu gemischt“. Das könne die Landtagswahl im kommenden Frühjahr so spannend machen wie die Bundestagswahl in diesem Jahr.

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